"Sing" mit und von Blinded by Stardust
Sound
Kreativität
Optik
Bühnenbild
4.3Sterne

„Sing (Amanda Palmer)“ – so nennt sich die neue Single von Blinded by Stardust, mit der sie ein Statement für Toleranz setzen.

Amanda Palmer begleite Blinded by Stardust gedanklich schon eine ganze Zeit lang. Mit „Sing“ haben Lukas Cioni (Singer, Songwriter), Simon Hosemann (Guitar, Piano, Accordion), Felix Kirsch (Drums, Percussion) und Corina Laimer (Violin, Backing Vocals) der US-amerikanischen Künstlerin nun ein Denkmal gesetzt und kurzerhand mit Alternative-, Folk-, Rock- und Blues-Elementen ihre eigene Version daraus gemacht.

Blinded by Stardust ist es wichtig für andere einzustehen, denn gerade die heutige Zeit ist von viel Negativität, Gewalt und Ungewissheit geprägt. “Es ist wichtig, manchmal für sich selbst und andere einzutreten und sich weder von äußeren noch inneren Hindernissen aufhalten zu lassen“, und das wollen Blinded by Stardust auch in ihrem neuen Song verkörpern. Schon das Original von Amanda Palmer handelt von Selbstbefreiung.

Eine Textpassage wurde hinzugefügt und die Nummer wurde dementsprechend editiert. „Musikalisch interessierte uns auch der Spannungsbogen zwischen fragilen und intensiven Stilelementen.“ Das Original von Amanda Palmer begleitet die Band schon eine ganze Weile und ist nun auch als Hommage an die US-amerikanische Künstlerin bzw. an die Dresden Dolls gedacht.

Akustik-Video

Das Musikvideo zu „Sing“ gestaltet sich hingegen ziemlich einfach und schlicht. Zahlreiche Glühbirnen hängen von der Decke, viele Kerzen schmücken den Raum, die vier Bandmitglieder stehen auf der Bühne und mehr gibt es auch nicht zu sehen. Die Absicht dahinter: Das Wesentliche ist die Musik und darauf soll man sich voll und ganz konzentrieren können. Mit dem Akustik-Video soll man einen Einblick in ihr jetziges Schaffen bekommen und so wurde das Video nur auf die Musik reduziert. Nur am Anfang sind die Lichter einer Großstadt zu erkennen – und wie sollte es anders sein, handelt es sich hierbei um Wien. Somit ist der Song nicht nur eine Hommage an Amanda Palmer, sondern auch an diese schöne Stadt. Ein Zug düst vorbei, bevor es auch schon auf die Bühne geht. Und diese hat auch einen gewissen Charme und versprüht mit ihren warmen Farbtönen ein angenehmes Flair.

Der Stil der Band passt perfekt ins Bild und obwohl, oder gerade weil sie sich eher unspektakulär präsentieren, schaut man gerne hin. Blinded By Stardust bieten eine angenehme Abwechslung zu den vielen überladenen Musik-Videos und sie bieten einem die Möglichkeit, sich auch wirklich nur auf den Sound und auf die Atmosphäre einzulassen.
Der Song soll eine Verbeugung vor einer großartigen Künstlerin sein und daran erinnern, trotz aller Widerstände weiterzumachen – und zwar nicht nur für Menschen, die man liebt, sondern auch für einen selbst.
Der ruhige Sound, die Klänge der Geige und die kräftige Stimme von Lukas Cioni unterstreichen dieses Gefühl und stehen dem Original in nichts nach.

Fazit

Im Musik-Video zu „Sing“ ist zwar nicht viel Spannendes oder gar Außergewöhnliches zu entdecken, doch gerade dadurch bietet sich die Möglichkeit, sich wieder auf das Wesentliche, auf die Musik zu konzentrieren. So ist es auch ganz angenehm, sich eben nicht von anderen Einflüssen abzulenken, sondern einfach nur den Klängen zu lauschen.
Momentan basteln Blinded by Stardust an ihrer ersten EP – wir dürfen also gespannt sein, was uns in Zukunft noch erwarten wird.

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