The Crispies überzeugen mit neuem Song Easy
Musik
Text
Zusammenspiel
4.0STERNE

The Crispies bringen ihre Fans mit dem Track Easy auf den neuesten Stand. Die Single-Release überzeugt mit Eingängigkeit.

Nur ein kurzes Intro und schon sind The Crispies mitten im Song. Die Hook „Why are my friends always high(?)“ wird von Beginn an mit starken Gitarren und drängendem Schlagzeug hinterlegt. Die vermittelte Emotion wird durch den radikalen Klang sofort klar: Unsicherheit auf der ganzen Linie.

Die Musik

Voll, laut und überreizt, das beschreibt die musikalische Leistung der Band. Die Musik ist abrupt und hart. Vorerst wird durch ein durchgängiges Riff auch keine Entwicklung zugelassen. Allerdings ändert sich dies für einen kurzen Moment am Ende der Strophe; die Musik wird danach jedoch sofort wieder in eine geregelte Bahn gelenkt und dreht sich um sich selbst.
Die Ausnahme bilden kurze Zwischenspiele sowie die Bridge, welche das Soundspektrum des Synthesizers ausnützen. Neben der Endlosschleife der Musik ist zudem noch der geschriene Gesang erwähnenswert. Alles in allem klingt der Song dadurch nach einer verzweifelten „Null-Bock-Stimmung“.
Vorerst lässt die Musik den Song etwas eintönig erscheinen. Allerdings macht die Musikwahl in Verbindung mit dem Songtext durchaus Sinn.

Der Text

Wie zuvor in Aussicht gestellt: Die Endlosschleife der Musik wird im Zusammenhang mit dem Text verständlich. Denn The Crispies verarbeiten in dem Song das Thema Sucht und den Fakt, dass es unglaublich schwer ist, diese zu beenden. In der harten Musik ist somit ein gefühlvoller und problematischer Zwischentext integriert, der signalisiert, dass meist die Ansprechpersonen fehlen und durch die eigene Unsicherheit, die durch andere noch verstärkt wird, der Grundstein für eine Flucht in die Sucht gelegt wird.
Alles in allem ist Easy schließlich gar nicht soo easy…

Fazit

The Crispies haben zum einen den Text in der Musik perfekt abgebildet, allerdings wird der Gefühlsaspekt dabei ganz gut kaschiert. Die Musik wird durch ihre Wiederholung eingängig, ließe jedoch noch zusätzlichen Raum für kreative Entwicklung (außerhalb der kurzen Zwischenspiele). Textlich überzeugt der Track und bringt gewissenhafte HörerInnen zum Nachdenken.

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