Turbobier ziehen sich aus
Song
Videoproduktion
Message
4.2Sterne

Bei Turbobier geht es seit jeher um Bier und Punkrock. Wer hätte gedacht, dass das Wiener Gemeindebau-Punk-Quartett auch ernst kann?

Mit „A Mensch is a Mensch“ liefern Turbobier nach „Verliebt in einen Kiwara“ einen zweiten Vorboten auf ihr am 27. Jänner 2017 erscheinendes, zweites Studioalbum „Das neue Festament“. Im Gegensatz zur bereits erwähnten ersten Single, die schon im Dezember des letzten Jahres erschien, zeigen sich Turbobier bei „A Mensch ist a Mensch“ von einer neuen, ernsthafteren Seite: Mit ihrem Song und dem zugehörigen Video transportieren sie eine Botschaft von Gleichheit, die über allen Unterschieden in Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung steht.

a Mensch is a Mensch und aus

Der Trash ihrer bisherigen Videoproduktionen wurde weitestgehend zurückgeschraubt. Statt dem üblichen Schmäh, der Abgedrehtheit und den knalligen Farben stellt das Schwarzweiß-Video die Ästhetik nackter Körper in den Vordergrund – männlicher wie auch weiblicher. Wie es zu dieser Herangehensweise kam, erklärt Sänger Marco Pogo so: „Die Idee zum Clip kam uns, als wir das Budget für die nächste Videoproduktion sahen. Unser erster Gedanke war: Da können wir uns weder Location, noch Ausstattung, ja eigentlich nicht mal Farbe leisten. Und so kams dann auch.“

doch bist du leiwand zu mir,
daun bin i leiwand zu dir
und bist du freindlich zu mir,
kumm setz dir her trink a Bier

Musikalisch zeigt sich der Vierminüter weitestgehend unaufgeregt, geht aber in Teenie-Pop-Punk-Manier gut ins Ohr. So beweist er sich auch als optimales Trägerobjekt für die ihm innewohnende Message. „Die Botschaft des Songs ist mir wichtig. Ich kann die Leier von den Unterschieden, die uns trennen, nicht mehr hören. Schauen wir doch was wir gemeinsam haben, wie wir einen Schritt aufeinander zugehen können und diskutieren mal alles bei einem Bier aus“, so Marco Pogo.

Achja, Marco Pogos bestes Stück ist durch einen schwarzen Balken zensiert – das Video anzusehen lohnt sich dennoch. Und für die Hardcore-Fans: Immer dran denken, irgendwo existiert eine unzensierte Version des Bildmaterials.

Von den Live-Qualitäten der vier Wiener könnt ihr euch ab sofort in Deutschland, Italien und Österreich überzeugen. Mehr dazu hier.

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