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Weit aufgerissene Augen, eine sich überschlagende Stimme, schweißtreibende Performances. Katinka zeigen in ihrem neuen Video zu „Der Sandmann“, was voller Einsatz heißt.

Seien wir ehrlich, im tiefsten Inneren unseres Herzens haben wir es schon immer gewusst: Der Sandmann ist kein blau-bemützter liebenswerter kleiner Kerl, wie ihn ältere Semester von uns vielleicht noch aus der Fernsehsendung aus Kleinkindertagen kennen. Nein, der Sandmann ist zeitweise ein richtig mieser Sack, der uns schändlich im Stich lässt und uns keinen Schlaf bringt. So singt auch Katharina Münz von der österreichisch-deutschen Bandformation Katinka in ihrem neuen Live-Video zu Sandmann: „Der Sandmann ist ein Egoist, der lieber kokst und mich vergisst.“

Katinka, das sind Katharina Münz, Raphael Neikes, Michael Nowatzky und Thomas Woschitz. Die österreichische Hälfte des Projekts machen dabei Neikes und Woschitz aus, die aufgrund ihres Studiums an der Popakademie in Mannheim nach Deutschland zogen.
Bei ihren Live-Shows kennen Katinka keine halben Sachen, wie man auch in „Der Sandmann“ erkennen kann – das Video wurde während des Auftritts der vier im Weekender in Innsbruck im Mai diesen Jahres gedreht.

Durchgeknallt, laut, Katinka

Wie gewohnt kommt das neue Werk von Katinka mit Ironie und einer Menge schwarzen Humor des Weges. Die Texte schwanken zwischen den verbalen Ausbrüchen einer wirren Fiberkranken, rohen verbalen Anwandlungen und kunstvollen Wortkonstellationen. Da wird hysterisch und wütend ins Mikro geschrien und aus voller Kehle und dem Bauch heraus gesungen.

Doch nicht nur der Song hat einiges zu bieten, auch das Video ist ein Augenschmaus. So kann man Katharina Münz und ihre drei Jungs dabei beobachten, wie sie sich auf der Bühne verausgaben – maximaler Einsatz lautet die Devise. Schon zu Beginn von „Der Sandmann“ zeigt die Front-Dame ihre schauspielerischen Fähigkeiten, indem sie mit weit aufgerissenen Augen und verstörtem Gesichtsausdruck ins Mikro grölt. Es wird auf der Bühne herum gesprungen und getanzt und zum krönenden Abschluss wälzt sich Münz noch immer singend auf dem Boden.

Auch aus technischer Sicht waren bei der Produktion von „Der Sandmann“ keine Laien am Werk. Der Schnitt ist lebendig, die Kameraführung dynamisch und auch die Bildqualität ist durchwegs fein.

Katinka ist eindeutig nichts für schwache Nerven – das Schaffen der vier gleicht dafür viel zu sehr einer Achterbahnfahrt. Also nix für Schwangere, Herzkranke und Kinder unter 1,50 Meter. Alle, die ihren Rock aber gerne wild, verschwitzt, etwas experimentell und sehr verrückt mögen, werden dafür mit Katinka sehr glücklich werden.

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