„Fuck the rich, fuck the poor – Hauptsache amour, amour…“ Mit seiner neuen Single veröffentlicht Berghold ein Liebeslied fernab vom Romantik-Mainstream.

Es gibt so viele Wege, seine Liebe zum Ausdruck zu bringen. Einen bislang eher unüblichen Weg hat Berghold gewählt. Hörer mit einem Herz für urösterreichischen Stil würden „Nie am Oarsch“ vielleicht als schönstes Liebeslied des Jahres erwählen.

„In England do sagt ma ‚I love you‘, in Frankreich do sagt ma ‚je t’aime’. Aber i sog ‚bist ja überhaupt nie a Problem, wal du gehst ma nie am Oarsch‘“, läutet Rene Berghold sein neuestes Werk ein. So schön kann also die Liebe sein.
Allen Gefühlsgehemmten und Sprachverwahrlosten gibt Berghold eine Vorlage zum romantischen Liebesschwur auf österreichisch, während er halbdurchsichtig durch das Fernsehbild wippt. Im Hintergrund wiederholt ein dreiköpfiger Chor das Thema gleich einem Mantra: „amour, amour…“
Dabei ist das Musikvideo dermaßen abgefuckt und trashig, dass man einfach nicht wegschauen kann. Verantwortlich dafür ist Rene Berghold selbst. Befasst man sich mit dem Werk des Künstlers Berghold, der neben der Musik auch als bildender Künstler tätig ist, bekommt man einen näheren Einblick in seine Welt. Viele seiner Skulpturen lösen ähnliche Irritation und faszinierendes Unwohlsein aus, wie es das Musikvideo zu „Nie am Oarsch“ oder auch zur vorangegangenen Single „Die Frau vom Oligarchen“ tut.
Achtung: Das Bildmaterial kann unerwartete 90er-Jahre Flashbacks verursachen.

Das zugehörige, von Alexander Wieser (Mynth) und Thomas Ranosz produzierte, Album „Banalität Diät“ ist ab sofort erhältlich, unter anderem bei Amazon. Die Platte beinhaltet Songs mit so berghold‘schen Titeln wie „Die Hoffnung stirbt zurecht“, „Wenn alles zu wenig ist“ und „Emma im Grundwasser“.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.