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Es ist hinlänglich bekannt, dass Musik live auf der Bühne noch eine Portion mehr an Freude, Energie und Emotion bringt, als auf einer Platte. Livealben sind die logische Konsequenz – oder eben ein Livevideo.

Gospel Dating Service lassen bei ihren Fans derzeit keine Langeweile aufkommen. Nach der Veröffentlichung ihres Albums „Champagne“ im Oktober bei Kleio Records, präsentieren sie nun ein Livevideo zur zweiten Singleauskoppelung des Albums. „Queen Mary’s Cemetery“ lehnt sich namentlich an die HMS Queen Mary an. Das britische Kriegsschiff wurde 1916 gemeinsam mit 1266 Mann der Besatzung von einem deutschen Kreuzer versenkt. Der Titel, und somit der Untergang der Queen Mary, scheint jedoch in erster Linie als Headline über dem textlichen Inhalt des Songs zu stehen. Mit tiefer Melancholie widmet sich Sänger Christoph Ertl in Begleitung von David Resch (Bass) und David Ruhmer (Drums) der Vergänglichkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Blick zurück: „still feeling those feelings, they’ll always be there.“

„still feeling those feelings, they’ll always be there.“

Das Wiener B72 ist getreten voll, die Leute drängen sich an das Geländer, um noch vom zweiten Stock einen Blick auf die Bühne und auf Gospel Dating Service zu bekommen. Ihr eingängiger Indie Pop kombiniert mit sensiblem Soul scheint zu funktionieren – und die Musiker genießen es offensichtlich. Zu dem Schluss kommt man zumindest, wenn man die zusätzliche Energie auf der einen Seite und bewusste Fragilität auf der anderen Seit in Christoph Ertls Stimme vernimmt. Außerdem lässt sich das Trio live von ihrem Produzenten David Furrer (Milk+, Produzent von Mother’s Cake) an der Gitarre begleiten, was sich auch im Video prägnant niederschlägt.

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