Witchrider Video zu A Glow in the Dark
Konzept
Kamera
Schnitt
Song
3.6Sterne

Die vier Stoner Rocker sind wieder produktiv. Die Söhne der Stadt Graz präsentieren ihr neues Video zum Song „A Glow in the Dark“.

Für Fans des düster-psychedelischen Wüstensand-Rocks gibt es gleich doppelten Grund zur Freude: Zunächst haben Witchrider gemeinsam mit Ultima Radio eine Split-EP auf den Markt gebracht. Die Scheibe trägt den Titel „Reciprocity“ und kann hier erworben werden. Dann gibt es auch noch was fürs Auge – Witchrider haben nämlich auch gleich ihren neuen, auf der EP veröffentlichten Song „A Glow in the Dark„, als Video veröffentlicht.

Witchrider, das sind Daniel Dorninger, Hans-Peter Leitner, Michael Hirschmugl und Bernhard Weigl; auch bekannt unter den weitaus blumigeren Namen Dan Draught, S.P. Leather, Mighty Mike und Burnheart. Im vergangenen Jahr haben sich Witchrider eine kleine Auszeit gegönnt, nachdem sie im Jahr 2014 gemeinsam mit den Truckfighters und den White Miles auf Tour gewesen waren. Nun startet das Quartett mit neuem kreativen Material wieder voll durch.

Achtung, es wird holprig

Das Bildmaterial zum Video wurde während dem Liveauftritt von Witchrider im Club B90 in Polen aufgenommen; bei dem dazugehörigen Soundmaterial handelt es sich allerdings um die Studioaufnahme. Aufgrund der sehr belebten Kamerafahrten und der herrschenden Lichtverhältnisse ist es jedoch nur dank der klaren Soundqualität und der fehlenden Live-Hintergrund Atmo ersichtlich, dass es sich hier um nicht synchrone Ton- und Bildaufzeichnungen handelt. Wobei „sehr belebte Kamerafahrten“ an dieser Stelle so viel heißen soll wie: Zur Seekrankheit neigenden sei zum Konsum dieses Videos abgeraten, denn es wird wackelig. Aufgrund der Scheinwerfer sollten sich auch Epileptiker vielleicht eher nur den Song ohne Video zu Gemüte führen. Beides – sowohl Kamera als auch Licht – funktioniert jedoch als Stilelemente sehr gut und haucht „A Glow in the Dark“ zusätzlich Drama ein.
Im Song selbst präsentieren Witchrider ihren typischen rauen, okkulten, psychedelischen Sound, der den Hörer verführerisch in eine düstere Zwischenwelt lockt. Klanglich haben sich die vier Grazer von ihrer früheren Liebäugelei mit Queens of the Stone Age wegentwickelt und sich mehr dem Grunge zugewandt.

Das Video zu „A Glow in the Dark“ ist solide, aber unaufgeregt. Die Bildqualität ist teilweise etwas verrauscht und nicht immer erste Sahne, wobei das in diesem Fall als künstlerisches Mittel betrachtet werden kann. Schnitt und Kameraführung sind schnell und lebendig und durch das verwendete blaue Licht während des Auftritts im B90 glaubt man schon fast tatsächlich den besungenen Schein in der Finsternis zu sehen.

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