Gemeinsam mit Regisseur James Quinn produzierte die Metalband Anderwelt ihren ersten Musikkurzfilm „Trinity of Decay“ zu ihrem gleichnamigen Song. Der Film feiert am 18. November Premiere in Linz.

Vor knapp einem Jahr – im November 2015 – ließ die Dark Ambient und Doom Band Anderwelt aufhorchen, als sie ihr Debütalbum „Schattenlichter“ vorstellte. Experimentelle Sounds, die das Mark in den Knochen gefrieren lassen und mehr als nur groteske Bilder im Kopf hervorrufen, sind die Hauptzutat des Quintetts aus Oberösterreich. Nun haben die fünf Musiker ihrem Klang ein visuelles Antlitz und eine Story verpasst: Gemeinsam mit dem jungen Regisseur James Quinn präsentieren Anderwelt am 18. November 2016 im Moviemento in Linz den Musikfilm „Trinity of Decay“.

Bizarr und unkonventionell

Bei „Trinity of Decay“ handelt es sich um eine 13-minütige Verschmelzung von betörendem Anderwelt-Sound und der künstlerischen Leistung des jungen österreichischen Regisseurs James Quinn. Quinn machte bereits mit einigen Kurzfilmen auf sich aufmerksam; einen davon, „The Law of Sodom“, mit dem er gerade die Welt bereist. Sein Fokus auf’s Bizarre und Unkonventionelle scheint in der Musikbranche nach Seinesgleichen gesucht zu haben, und nun mit Anderwelt fündig geworden zu sein. „James wurde durch unseren Song ‚Of Wolf and Moon‘ von unserem Debütalbum auf uns aufmerksam“, erzählt Anderwelt-Mitglied Simon Öller. „Diesen Song verwendete er auch für seinen Schocker ‚The Law of Sodom‘.“

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Ein kleiner Ausschnitt aus „Trinity of Decay“ (c) James Quinn

Horrorszenen benötigen die passende Musik, um ihre volle Wirkung entfalten zu können – das ist kein Geheimnis in der Filmbranche. So überrascht es kaum, dass die Integration eines Anderwelt-Songs in einen seiner Kurzfilme ein gemeinsames Projekt nach sich zog. „James kam auf uns zu, als wir ‚Trinity of Decay‘ zur Hälfte fertig hatten“, erklärt Simon. Danach trafen sich Band und Filmemacher regelmäßig vor den Shows der Band, um sich über Drehbuch, Bilder, Emotionen und Story auszutauschen. Das Endprodukt der Zusammenarbeit wurde letztendlich innerhalb von vier Tagen im August aufgenommen.

Hass, Angst und Trauer

Die Geschichte einer jungen Frau, die mit dunkelsten Dämonen zu kämpfen hat, während sie düstere Wälder und bizarre Welten ihres Unterbewusstseins durchforstet, wird von den beiden Hauptdarstellern Ralph Saml und Heike Christiane Kotsios verkörpert. Als Nebendarstellerin engagierten Anderwelt die befreundete Larissa Fiedler. Passend zum experimentellen Sound ist der Musikkurzfilm nicht linear, voller Metaphern und Allegorien und voller albtraumhafter Gefühlszustände. All das baut sich auf den drei Säulen der „Trinity of Decay“ auf – Hass, Angst und Trauer.

Premiere

Der Kurzfilm von Quinn und Anderwelt verspricht visualisierten Dark Ambient Sound mit einer experimentellen Storyline. Fans des Bizarren und Düsteren dürften am 18. November 2016 im Moviemento in Linz also definitiv auf ihre Kosten kommen, wenn Anderwelt zuerst live zu sehen und danach im Kurzfilm zu hören sind. Beginn ist um 22 Uhr. Karten können über Anderwelt (anderweltband(at)gmail.com) und James Quinn (jamesquinnofficial(at)gmail.com) reserviert werden und kosten 5 Euro.

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