33 Jahre Donauinselfest, fünf Jahre Metalheads Against Racism: Die beliebte Veranstaltung für all jene, die das Donauinselfest besuchen und dabei nicht auf harte Klänge verzichten wollen, feiert heuer halbrundes Jubiläum und kann wieder mit einigen sehenswerten nationalen sowie internationalen Hard’n’Heavy-Bands aufwarten.

Das Donauinselfest lockt auch heuer wieder mit Publikumsmagneten wie Seiler & Speer, Bob Geldof oder Russkaja zu einem dreitägigen Freiluftspektakel der Superlative, zu dem sich ein Mal mehr tausende Musikfans sämtlicher Genres einfinden werden. Auch das Kutte tragende Völkchen kommt hierbei nicht zu kurz, denn seit ein paar Jahren gibt es am Sonntag ein Event, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut: Das Metalheads Against Racism, das zum mittlerweile fünften Mal infolge auf der SJ-Bühne ausgetragen wird.

Das Line Up

Auch heuer setzt man wieder lautstark ein Zeichen gegen Rassismus, bei dem der Spaß zusammen mit den auftretenden Bands jedoch nicht zu kurz kommt. Gestartet wird kurz am Sonntag, 26. Juni um kurz nach 14:00 Uhr mit der Wiener Heavy Metal-Band Locomötive, die sich kürzlich nach längerer Pause wieder in den Proberaum eingefunden haben und fleißig an ihrer zweiten EP basteln. Weiter geht es mit Ignipes, die sich im September 2013 gründeten und Melodic Death Metal mit deutschsprachigen Texten machen. In ihrer noch eher jungen Bandkarriere konnten sie schon ein paar Meilensteine auf ihrem Konto verbuchen – so räumten sie beim Metalchamp Finale 2015 den fünften Platz ab. Erst kürzlich waren sie bei der zweiten Ausgabe des Metalnight Outbreak im Wiener Escape Metalcorner zu sehen und waren außerdem unter den Finalisten am Wacken Metal Battle Ende Mai.

Mit den Wienern Dismal Lumentis geht es zwar deutschsprachig weiter, allerdings bedient sich die Band einem anderen Genre und sieht ihren Sound im Prog-/Black Death Metal-Bereich und setzt textlich auf die Darstellung gespaltener Gesellschaftsstrukturen und der Neigung zur Flucht und Abhängigkeit. Gegründet haben sie sich 1999 und stehen seit 2004 regelmäßig auf der Bühne. Mit Pray For Pain hält dann der Grindcore Einzug auf die Donauinsel, ehe mit Camp Chaos auch schon wieder die Halbzeit ansteht. Die Niederösterreicher, die in Oberwaltersdorf im Bezirk Baden beheimatet sind, beschreiben ihren Stil mit den Schlagworten Death, Core und Melodic und zählen Größen wie Kataklysm, Metallica, In Flames oder Despised Icon zu ihren Einflüssen.

Am späten Nachmittag wird es dann so richtig düster am Metalheads Against Racism, wenn Durkheim ihre Black Metal-Klänge auf die Besucher loslassen. Das neueste Album der Band, die heuer ebenso fünfjähriges Bestehen feiert, erschien im November letzten Jahres unter dem Namen „Dehumanization“ beim Wiener Label Talheim Records. Weiter geht’s mit den Tiroler Thrashern Silius, die sich 2013 gründeten und vor allem im letzten Kalenderjahr einige Erfolgserlebnisse hatten. So gewannen sie nicht nur den Wacken Metal Battle, sondern traten auch auf renommierten Festivals wie dem Nova Rock, Kaltenbach Open Air, aber auch auf internationalen wie dem Wacken Open Air oder dem MetalDays in Slowenien auf und supporteten Szenegrößen wie Arch Enemy oder Biohazard. Derzeit befindet sich die Band wieder im Studio.

Muss man zu Mortal Strike eigentlich noch viel sagen? Immerhin sind die fünf Wiener mittlerweile nicht mehr aus der heimischen Szene wegzudenken. 2011 gewannen sie nach nicht einmal zwei Jahren Bestehen den Wacken Metal Battle und von da auf ging es steil bergauf. Nicht zuletzt wegen ihrem unermüdlichen Einsatz auf den Bühnen innerhalb der Landesgrenzen sowie zahlreichen Gigs im Ausland – unter anderem auf dem legendären Wacken Open Air, der ihnen einen enormen Bekanntheitsschub einbrachte – und als Support für Bands wie Tankard, Darkness oder Destruction haben sie dies zu verdanken. Auch ihr Debüt-Album „For The Loud And The Aggressive“, das 2014 erschien, ist nicht nur namensgebend für ihre Shows, sondern auch Garant für ein immer gut besuchtes Auditorium. Die Devise: Headbangen und moshen, moshen, moshen!

Die Co-Headliner Dust Bolt sind heuer die einzige nicht-heimische Band am Metalheads Against Racism, aber auch hierzulande längst keine Unbekannten mehr. Die bayrische Thrash Metal-Formation feiert heuer zehn Jahre Bestehen und kann auf eine wahre Bandbreite an Erfolgen zurückblicken: Die erste Europa-Tournee wurde mit Six Feet Under bestritten, ihr Debüt verkaufte sich weltweit 5.000 Mal und Dust Bolt waren von nun an als Top-Newcomer-Thrash Metal Band über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Viele Club- und Festivalshows mit internationalen Größen folgten. Nach einer EP und zwei Alben arbeitet die Band derzeit an einem Nachfolge-Album, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Dragony werden das Metalheads Against Racism 2016 schließlich ab 22:15 Uhr mit einer gehörigen Portion Power Metal beschließen.

Timetable

14:15 – 14:45 Locomötive
15:00 – 15:30 Ignipes
15:45 – 16:15 Dismal Lumentis
16:30 – 17:00 Pray for Pain
17:15 – 17:45 Camp Chaos
18:00 – 18:45 Durkheim
19:00 – 19:45 Silius
20:00 – 20:45 Mortal Strike
21:00 – 22:00 Dust Bolt
22:15 – 23:15 Dragony

Metalheads Against Racism – Hardfacts

Wann?
Sonntag, 26. Juni 2016
Erste Band: 14:15 Uhr

Wo?
Donauinselfest
SJ-Bühne, Höhe Brigittenauer Bucht

Wer?
Mortal Strike, Dust Bolt, Dragony uvm.

Wie viel?
Der Eintritt für das Donauinselfest ist (wie jedes Jahr) kostenlos.

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