In Eisenerz wird es wieder laut

Nach 2012 und 2013 findet von 21.- 24. Aug, zum dritten Mal das Rostfest in Eisenerz statt. Die Stadt zählt mittlerweile nicht einmal mehr 5.000 von ihren, zu Hochzeiten über 13.000 Bürgern.
Wohnungen stehen leer und das Ortszentrum wirkt verlasen. Eisenerz ist eine Stadt die frischen Windes bedarf – und dank Franz Lammer, Rainer Rosegger und Elisa Rosegger-Purkrabek hält der auch dieses Jahr wieder aus allen Richtungen Einzug. Sie haben es trotz finanzieller Engpässe wieder geschafft beim Rostfest Musik, Kunst – und vor allem die Stadt Eisenerz zum Thema zu machen.

Das spezielle Wohngefühl

Wem Festival-Camping à la Frequency zu langweilig ist, dem wird hier das Herz aufgehen, denn was würde sich in einer Stadt die von Abwanderung gezeichnet ist mehr anbieten, als leerstehende Wohnungen als Unterkunft während dem Rostfest zur Verfügung zu stellen. Die Wohnungen werden in unterschiedlich große Einheiten aufgeteilt und es wird auch dort für Unterhaltung gesorgt sein.
Für die traditionellen Festival-Besucher gibt es aber auch einen Zelt-Platz.

Was es zu hören gibt

Neben Workshops, Skate-Contest und dem Altbaukriterium darf natürlich auch das musikalische Angebot nicht zu kurz kommen. Und da ist für jede Menge Abwechslung gesorgt. Neben internationalen Acts wie Monkey3 gibt es einen Querschnitt der österreichischen Musik-Landschaft auf die Ohren. Da wären zum Beispiel das SoulFunkHipHop-Sextett von Shiny Crack Gordon aus Graz, die Progressiv-Rocker von Palindrom, Under Construction (Metal muss doch auf ein Rostfest) bis hin zum Electro-Sound von Aplot.

Hintergrund des Rostfest

Das Rostfest soll aber kein reines Musik-Festval sein. Es ist aus dem Gedanken heraus entstanden, einer Stadt wieder Leben einzuhauchen, und alternative Nutzung für Städte zu finden, deren einstige Aufgabe darin bestand Arbeiter unterzubringen. Darum findet mit dem Symposium „Mit Ortsbehübschung wird es nicht getan sein“ eine Diskussion über die Zukunft der Kultur im ländlichen Raum statt.
So wird am Rostfest nicht nur getanzt und gefeiert, es wird auch der ein oder andere Gedanken über die Zukunft gemacht.

Foto: rostfest.at

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