Im November geht’s rund. Der hoffentlich ereignisreiche und spannende Festivalsommer mag zu Ende sein, danach gibt es jedoch keinen Anlass, einer Novemberdepression zu verfallen. Der November in Wien hat es konzerttechnisch in sich. Neben Nick Cave & The Bad Seeds, den Gorillaz und Jamiroquai, gastieren die selbsternannten „Future-Rocker“ von Kasabian am 4. November im Gasometer.

Sie zählen zu den herausragendsten britischen Rockbands des 21. Jahrhunderts. Kasabian, eine Band, die zu starker Experimentierfreudigkeit neigt, und der nicht selten ein Hang zum Größenwahn unterstellt wird. Größenwahn hin oder her, einen großen Stolz besitzen die Briten allemal. Stolz auf sechs Studioalben in den letzten dreizehn Jahren, kombiniert mit unermüdlichen Touren rund um den Globus.

For Crying Out Loud

Gitarrist Sergio Pizzorno prognostizierte im Jahre 2014 das „Aussterben des „Rock’n’Roll“. Er stellte das letzte Album „48:13“ als Inspiration für junge, aufkommende Künstler zur Verfügung mit einem futuristischen Blick nach vorne. Das Aussterben musste abgewehrt werden. Ob es Kasabian gelungen ist, dieses Szenario zu verhindern, lässt sich noch nicht sagen. Fakt ist, dass das Quartett am 5. Mai ihre neue Platte „For Crying Out Loud“ veröffentlichten und zum dominanten Gitarrenrock zurückkehren.
Während bei „48:13“ noch kräftig, fast überschüssig mit Synthies experimentiert wurde, bildet „For Crying Out Loud“ ein Gegenstück, das von der Band als „saviour of guitar music“ bezeichnet wird. Nach Future Rock kommt also wieder Guitar Rock. „For Crying Out Loud“ enthält eindrucksvolle Hymnen mit „Comeback Kid“ oder „Bless This Acid House“ und gleicht durch „Are You Looking for Action“ einer achtminütigen 90s Rave-Party.

Ed Sheeran vom Thron gestoßen

Vor dem Start in die Festival-Saison, konnten Kasabian ihren Landsmann Ed Sheeran vom Thron der britischen Albumcharts stoßen. Fünf Nummer-1-Alben in Folge. Ein beachtlicher Erfolg, der die Briten, nach einem dicht gefüllten Festivalsommer in die Konzerthallen Europas bringt. Am 4. November 2017 machen sie Halt im Gasometer.
Sich Sorgen machen, dass Kasabian nach den unzähligen Festivals im Sommer müde werden, muss man nicht. Die altbekannte Energie und Spielfreude der Jungs aus Leicester wird auch im Herbst bestehen bleiben. „The Party Never Ends“, wie Titel Nummer sieben auf „For Crying Out Loud“ verrät.

Support: Slaves

Unüberhörbare Unterstützung gibt es an diesem Abend vom britischen Punk-Duo Slaves. Isaac Holman und Laurie Vincent tauchten 2015 aus dem Nichts auf und legten einen kometenhaften Aufstieg hin. Mit viel Dynamik, Adrenalin und politisch angehauchten Lyrics erspielte sich das Duo, fernab vom Mainstream, einen Namen im United Kingdom. Beide Alben, „Are You Satisfied?“ und „Take Control“, schafften es in die Top 10 der britischen Albumcharts. Eine Mercury-Prize Nominierung gab es mit dazu. Slaves besitzen eigentlich alles was Punk benötigt. Einzig der Irokesenschnitt fehlt.

Tickets für das Konzert gibt es bei Ö-Ticket.

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