Dass Musik auch rein instrumental wunderbar wirken und einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann, zeigen Caspian und Support Mitte November in Wien.


Musik braucht nicht immer Gesang, um auf den Zuhörer zu wirken und ihn voll und ganz in seinen Bann zu ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Instrumental Post-Rock Band Caspian aus den USA, die es verstehen, live für eine ganz besondere Atmosphäre zu sorgen und dabei gänzlich ohne Songtexte auskommen. Wer das noch nicht live erlebt hat, kann es im November nachholen, denn die Band kommt am 15. November in den Wiener Viper Room.

Caspian

Caspian gründeten sich 2003, begonnen wurde in klassischer Post Rock-Manier mit einer Viermannbesetzung. Mittlerweile zählt die Band sechs Mitglieder, davon vier Gitarristen. Nach einer Entwicklungsphase nahmen sie im August 2004 ihr erstes Demo auf, gefolgt von vereinzelten Auftritten rund um ihre Heimatstadt Beverly in Massachusetts. Den größten Erfolg in den Anfangstagen feierten sie, als sie einen Support-Slot für die japanische Post Rock-Größe Mono ergattern konnten. Zu diesem Zeitpunkt war die Band noch namenlos. Es stand außerdem noch gar nicht fest, dass sie Instrumentalmusik spielen werden, denn sie suchten noch nach einem geeigneten Sänger. Irgendwann trat dieses Vorhaben jedoch in den Hintergrund und so entwickelten Caspian nach und nach weiteres Material, das als neue EP veröffentlicht wurde. Eine erste kleine Tour durch den Nordosten der Staaten folgte, womit sich ihre Fangemeinde nach und nach vergrößerte und sich die Band relativ rasch einen Namen in der Post Rock-Undergroundszene machen konnte.

2006 erschien dann schließlich ihr erstes Album, das den Namen „The Four Trees“ trägt. Mit dem Nachfolger „Tertia“, der 2009 erschien, hatten Caspian schließlich endgültig ihren Stil gefunden, der charakteristisch für die Band wurde: atmosphärischer Sound, träumerische Melodien und gewaltige Gitarrenwände wissen digital und live gleichermaßen zu überzeugen. Mittlerweile haben Caspian über 670 Konzerte gespielt und vier EPs, sowie fünf Alben, veröffentlicht, ihr neuester Streich erschien Ende September diesen Jahres. Mit „Dust And Disquiet“ wurde ein Album geschaffen, das die musikalische Vision der Amerikaner konsequent weiter entwickelt. Caspian sehen sich selbst als Geschichtenerzähler, nur bedarf ihre Dramaturgie keiner Worte. Aufgrund ihres einzigartigen Sounds und der stimmigen Lichtshow verstehen es Caspian aber auch so, den Zuschauer gekonnt in ihren Bann zu ziehen.

Jo Quail

Jo Quail ist eine Cellistin aus London und wird den Abend im Viper Room eröffnen. Sie und ihr Schaffen wird so beschrieben: „Die Musik der Cellistin Jo Quail ist stark, verführerisch, gefühlvoll und inspirierend. Ihre Musik steigert sich von den simpelsten Klängen zu prachtvollen Klanglandschaften, die nie ihren Sinn für Proportionen und Zweck verlieren. Jo’s Musik ist eine Zusammenführung von außergewöhnlichen Melodien und unaufhaltsamem Rhythmus, sie scheut aber auch komplexe Harmonien und Freiform-Improvisation nicht.“

Da Jo Quails Musik ebenfalls gänzlich ohne Stimme auskommt, darf man bereits jetzt gespannt sein, was der Abend zu bieten hat. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Es wird auf jeden Fall außergewöhnlich und beeindruckend.

Tickets für das Konzert im Viper Room gibt’s hier.

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