Was erwartet uns im neuen Jahr?

Neues Jahr, neue Events! Nach einem  – mehr oder weniger erfolgreichen Jahr 2014 können sich die Klassik-Liebhaber auf ein garantiert erfülltes neues Jahr in diesem Genre freuen!

Es ist die Stille, die zählt, nicht der Applaus. Jeder kann Applaus haben. Aber die Stille, vor und während des Spiels, das ist das Größte. Horowitz

Ob Oper, Festival oder Konzert – was erwartet uns die nächsten Monate auf österreichischem Boden? Erst einmal zur Oper: In Wien erwartet uns eigentlich ein bunter Mischmasch aus sogenannten „Must-Haves“ wie Puccinis „Tosca“ und Verdis „ Aida“, natürlich auch unserm Herrn Mozart mit „Zauberflöte“ und Co.  –  aber auch Besonderheiten wie Tschaikowskys „Pique Dame“, eine russische Oper, welche trotz weltrangiger Qualitäten bei uns im Westen selten zu sehen ist. Diese ist im Jänner im Wiener Spielplan vorzufinden.  Es wird auch einiges von Richard Strauss laufen: „Salome“ und später auch „Elektra“ – hoch dramatische Werke, für alle, die es auch mal stürmisch mögen. Im März erwartet uns eine weitere ebenfalls russische Seltenheit „Lady Macbeth von Mzensk“ – eine Oper von Dimitrij Schostakowitsch. Der Titel führt leicht in die Irre, da es sich hierbei nicht um Shakespeares „Macbeth“ handelt, sondern um eine erotisch-dramatische Intrigengeschichte der Katerina Ismailowa.

Festivals und Freiluft

Musikfilm-Festival, Wien

Auch das Musikfilm-Festival auf dem Wiener Rathausplatz wird dieses Jahr wieder tausende Zuschauer anlocken. Diese finden von Juli bis September statt. Unter freiem, sommerlichem Abendhimmel werden auf riesiger Leinwand klassisch hochwertige Konzert- und Opernaufnahmen kostenfrei präsentiert. Im Mai wird das Programm bekannt gegeben.

Es gibt nichts, worin Zorn und Sanftmut, worin Tapferkeit, Mäßigung und alle anderen moralischen Eigenschaften, nebst ihren Gegensätzen sich so deutlich und ähnlich abbildeten, als in der Musik. Aristoteles

Natürlich folgen im Mai erst die „Salzburger Pfingstfestspiele“ unter der Leitung von Cecilia Bartoli und anschließend die am meisten erwarteten „Salzburger Festspiele“ im Juli und August. Aber auch die „Opernfestspiele“ im Steinbruch von Sankt Margarethen bescheren mit Puccinis „Tosca“. Das Besondere daran: Der Römersteinbruch ist eine der größten und schönsten Freiluftbühnen Europas, welche starke Gefühle, Szenen in realer Größe und festliche Feuerwerke präsentiert.

Verdis „Aida“ – Opernfestspiele Sankt Margarethen

Grazer Oper bringt Märchenhaftes

Die Grazer Oper bringt am 18. Jänner die Premiere von Georges Rodenbachs „Die tote Stadt“, einem 1920 uraufgeführten Werk, welches in einem morbiden Brügge spielt. „Gelebte Lust, Eifersucht und Mord“ stehen hier im Mittelpunkt eines sehr subtil komponierten Traumspektakels des belgischen Komponisten. Auslaufend sind ebenfalls noch „Xerxes“, „Tosca“ und „Die lustige Witwe“ zu sehen. Im Februar erwartet uns wieder einmal Verdis „Otello“. Eine nette Kinderattraktion, auch für Erwachsene bietet „Der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“, eine Opera Buffa nach Michael Ende von Elisabeth Naske. Diese ist bereits erfolgreich Ende des letzten Jahres gestartet und bietet einen spritzig bunt-blubbernden Abend für Jung und Alt. Eine weitere absolute Faszination bringt im Mai „Die Reise des kleinen Prinzen“, eine Vertonung des weltbekannten Märchens Saint-Exupérys, komponiert und konzepiert von Gerald Wirth, dem langjährigen Leiter der Wiener Sängerknaben. Wir können gespannt sein, was uns diese neue Welle an kinderfreundlichen, neuen Produktionen bringen wird. Eines ist klar: Auch an die Kleinen ist gedacht!

Daher geht es optimistisch auf ein musikalisches neues Jahr zu!

fotocredits: academic.ru, b2b.wien, diepresse

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