Metal Fans der alten Schule sollten sich Mitte Dezember dick im Kalender markieren: Metalqueen Doro Pesch kommt für zwei Termine nach Wien und Graz!

Powerfrau und Metalqueen Doro Pesch hat Metalgeschichte geschrieben. Als eine der ersten Frauen in der von Männern dominierten Metalszene erlangte sie in den 80er-Jahren erste internationale Aufmerksamkeit. Auch nach über 30 Jahren im Geschäft ist noch lange kein Ende in Sicht und so kommt Doro mit Band im Dezember für zwei Konzerte nach Österreich, um Fans des Old School Heavy Metal einen besonderen Abend zu bescheren.

Aller Anfang ist … von Männern dominiert

Doro Pesch, mit bürgerlichem Namen Dorothee Pesch und gelernte Typographin, begann ihre Musikkarriere in den 80ern. Die Düsseldorferin sang zuerst bei der Band Snakebite und dann bei der Epic Power Metal Band Attack. 1982 verließ sie diese, um Ende des Jahres mit anderen Musikern die Heavy Metal Band Warlock zu gründen, die stilistisch mit Accept und Judas Priest zu vergleichen ist. 1984 erschien ihr Debütalbum „Burning The Witches“, dessen gleichnamiger Titelsong noch bis heute ein heißgeliebter Evergreen in der Fangemeinde ist. Mit ihrem vierten Album „Triumph And Agony“, das 1987 erschien, gelang der Band schließlich ihr Durchbruch, es folgten Tourneen mit unter anderem Dio und Megadeth. Ein Jahr später kam es jedoch zu einem abrupten Ende von Warlock, da Doro Pesch beschloss, eine Solokarriere zu starten und sich die Band infolgedessen auflöste.

Doro – Eine Frau erobert die Metalszene

Doros erstes Album „Force Majeure“ erschien bereits 1989, das Cover der Erstauflage war allerdings aus rechtlichen Gründen mit einem Aufkleber versehen, der die Platte als Warlock-Album kennzeichnete. Ein Jahr später zog Doro nach New York, wo sie noch im selben Jahr mit Gene Simmons von KISS als Produzenten ihr erstes Album unter eigenem Namen aufnahm. Musikalisch unterstützt wurde sie von KISS-Gitarrist Tommy Thayer und jeweils drei unterschiedlichen Bassisten, Keyboardern und Schlagzeugern. Auch auf dem folgenden Album „True At Heart“, das 1991 erschien, war noch nicht von einer richtigen Bandkonstellation die Rede, hier waren insgesamt sechs Gitarristen beteiligt. Für die Tour galt es sich dann aber erstmal festzulegen und so holte sie sich als Bassist Lee Sklar, einen der gefragtesten Sessionmusiker der Branche und fester Bestandteil bei Live-Produktionen von Phil Collins, und Eddie Bayers – ebenfalls ein gefragter Sessionmusiker, der bereits auf 150 Gold- und Platin-Alben zu hören ist – als Schlagzeuger ins Boot. Gitarrist Dann Huff, der bereits bei ihrem Album mitwirkte, und Keyboarder Paul Morris, bekannt als Keyboarder der Band Rainbow, vervollständigten das Line-Up für die Tour.

Offensichtlich angetan von der Idee, für jedes Album mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten, wendete sie dieses Prinzip auch für den 1993 erschienenen Nachfolger „Angels Never Die“ an. Während sich ihre neugewonnene Popularität in Deutschland hielt, nahm der Erfolg in England und den USA aufgrund der doch etwas softeren Musik, der böse Zungen sogar ein Kommerz-Kalkül nachsagten, allerdings nach und nach wieder ab. Das Album „Machine II Machine“ nahm Doro noch in den USA auf, für das nächste Werk kehrte sie teilweise wieder nach Deutschland zurück. Doro begann, mit Jürgen Engler von den Krupps zusammenzuarbeiten. Mit „Love Me In Black“, das 1998 veröffentlicht wurde, gelang ihr ein Album, das eine schon länger nicht mehr dagewesene Härte vorweisen konnte und mit dem sie wieder das Interesse der Musikwelt auf sich zog. Nach einer recht erfolgreichen Tour mit Dio und Yngwie Malmsteen hatte es ganz den Anschein, als würde sich Doro Pesch langsam aber sicher auf ein festes Line-Up konzentrieren. Ein besonderes Highlight stand 2001 an, als sie in Düsseldorf mit den dort ansässigen Symphonikern in der Tonhalle auftrat, das Konzert wurde allerdings nicht mitgeschnitten. Nach zwei weiteren Alben stand bereits ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum an, zum Konzert kamen unter anderem Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister, ihre alten Kollegen von Warlock und der ehemalige Iron Maiden-Sänger Blaze Bayley als Gratulanten.

Mittlerweile ist eine weitere Dekade vergangen. Doro hat bisher zwölf Solo-Alben herausgebracht, spielte auf Benefiz-Veranstaltungen und teilte sich mit Größen wie Edguy, Accept oder Judas Priest – denen sie ihren Erfolg ein Stück weit zu verdanken hat – eine Bühne.

Doro live – Auch heute noch eine Zelebration von feinstem Old School Heavy Metal

Dass Doro Pesch auch nachmittlerweile über 30 Jahren Bühnenerfahrung noch lange nicht zum alten Eisen gehört, stellte sie erst kürzlich am See Rock Festival in Graz eindrucksvoll unter Beweis. Fans von klassischem Heavy Metal dürfen sich jetzt auf den Dezember freuen, denn da kommt die Powerfrau am 15. Dezember in die Szene Wien und am 16. Dezember ins Explosiv Graz.

Tickets für die Konzerte in Wien und Graz gibt’s hier.

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