Schon zwei Jahre liegt der Tod von Mitch Lucker zurück. Anfühlen tut es sich immer noch, als wäre es gestern gewesen.

Heute jährt sich der Tod von Mitch Lucker zum zweiten Mal. Es fühlt sich immer noch an, als wäre es gestern gewesen. Der Gründer und ehemalige Sänger von Suicide Silence war eine der Personen, die mich in meiner frühen Jugend am meisten beeinflusst haben. Wie gut ich mich noch erinnern kann, als die erste EMP-Bestellung mit der Suicide Silence Weste und CD daheim ankam und meine Mama mich fragte, ob eh alles in Ordnung ist.. Ihr war der Bandname nicht ganz geheuer. Als sie dann die gutturalen Schreie und den Lärm des Albums „The Cleansing“ aus meinem Zimmer hörte, gewöhnte sie sich an, ein paar Mal täglich anzuklopfen, um nach dem Rechten zu sehen.

Keep listening to music, ‚cause it gets you through everything. I promise.

Suicide Silence war neben As I Lay Dying und Heaven Shall Burn meine „Einstiegs-Band“ als ich anfing, das wirklich harte Zeug zu hören. Je lauter, desto besser. Als mich dann am 1. November 2012 die Nachricht erreichte, dass der Frontmann Mitch Lucker tot ist, hab ich zuerst an einen miesen Scherz geglaubt. Leider musste ich, nachdem immer mehr Quellen die Nachricht bestätigten, die Tatsache irgendwann hinnehmen. Nur kurz für alle, die sich nicht mehr ganz genau erinnern können: Mitch hatte einen Motorradunfall. Laut den Aussagen seiner Frau Jolie war er Alkoholiker und zum Zeitpunkt, als er das Haus verließ, betrunken. Die Zeit nach seinem Tod war für alle Fans schwer, vor allem, weil er seine Frau Jolie und seine Tochter Kenadee hinterließ und niemand wusste, wie es mit Suicide Silence weitergehen würde. Ich persönlich hab, wie man so schön sagt, Rotz und Wasser geheult, als ich das Video der Totenwache seiner Familie, Freunde und Fans gesehen habe.

suicide silence

Mitch Lucker mit Tochter Kenadee

Erinnerung.

Die Bandmitglieder von Suicide Silence haben dann am 21. 12. 2012 eine Memorial Show im Fox Theater in Pomona, Kalifornien organisiert, bei der zwanzig verschiedene Guest-Vocalists die bekanntesten Suicide Silence Songs und auch ein paar Covers zum Besten gaben. Unter anderem waren Phil Bozeman (Whitechapel), Robb Flynn (Machine Head), Randy Blythe (Lamb Of God) und Tim Lambesis (Ex-As I Lay Dying) dabei. Das Konzert wurde gefilmt und aufgenommen und wird als „Ending Is the Beginning: The Mitch Lucker Memorial Show“ CD und DVD verkauft. Der Erlös ging an einen College-Fund für seine Tochter Kenadee.

Es muss weitergehen.

Trotz allem, was passiert war, entschied sich die Band, weiterzumachen. Im Oktober 2013 wurde Eddie Hermida (ehemals Vocalist bei All Shall Perish) als neuer Sänger bestätigt und im Juli diesen Jahres erschien dann das neue, vierte Album „You Can’t Stop Me“. Er ist ein würdiger Nachfolger, auch, wenn natürlich niemand Mitch Lucker ersetzen kann.

Am besten hat es wohl Mitch Lucker selbst gesagt: „Keep listening to music, ‚cause it gets you through everything. I promise.“

Suicide Silence in Wien.

Am 4. Dezember wird Suicide Silence in der Arena Wien gastieren, zusammen mit Thy Art Is Murder und Fit For An Autopsy. Eddie Hermida hat sich bisher schon bei einigen Konzerten bewiesen und ich bin wirklich gespannt, wie die Band-Dynamik live rüberkommt. Noch kurz zu den anderen Bands:

Thy Art Is Murder ist eine Extreme-Metal Band aus Sydney, Australien. Das aktuelle Album „Hate“ behandelt Themen wie Politik, Religion und Umwelt – genauer gesagt den Unmut über die Zustände in den Bereichen.

Die sechs Jungs von Fit For An Autopsy kommen aus New Jersey, USA und gehen, so wie Suicide Silence, in die Deathmetal/Deathcore Richtung. Sie behandeln in ihren Texten ähnliche Themen wie Thy Art Is Murder und bringen neben den brutalen Klängen viel Groove mit in die Mischung.

Die Tickets für die Show gibt’s bei Öticket.

Fotocredit: Dirk Behlau

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