Ende November kommen Fear Factory endlich wieder nach Wien und werden nicht nur Fans der alten Tage einen besonderen Abend bescheren.

Am 29. November ist es endlich wieder soweit: Fear Factory kommen wieder auf ein Konzert in die Hauptstadt. Die Arena Wien wird Austragungsort der „Genexus“ Release- sowie der Jubiläumsshow zum 20-jährigen Bestehen des Kracheralbums „Demanufacture“.

Fear Factory – Wahre Pioniere des Industrial Metal

Mit ihrem einzigartigen Sound haben Fear Factory die Metal Welt maßgeblich beeinflusst und mit Alben wie „Soul Of A New Machine“, „Demanufacture“ und „Obsolete“, welches sogar eine Gold-Auszeichnung erhielt, wahre Meilensteine und eine Verbindung zwischen Death Metal, Grindcore, Thrash und Industrial geschaffen. Factory gründeten sich 1989 in Los Angeles als „Ulceration“, ein Jahr später erfolgte die Umbenennung in „Fear Factory“. Ihren großen Durchbruch erzielten Fear Factory 1995 mit dem Album „Demanufacture“. Dieses werden sie anlässlich zum 20-jährigem Jubiläum auch bei ihrem Konzert in Wien in voller Länge zum Besten geben. Die Band ging eine Kooperation mit Rhys Fulber, der dem Album elektronische Samples beifügte und diese somit in Richtung Industrial Metal lenkte. Die erfolgreiche Single und Video-Auskopplung „Replica“ wurde zum Clubhit, Leser des deutschen Metal Hammers wählten den Song zum besten des Jahres. 1998 erschien mit „Obsolete“ ihr drittes Album, welches in die Top 100-Albumcharts einstieg und in den USA Gold-Status erreichte. Es folgten unter anderem diverse Beiträge zu Film-Soundtracks und ein Auftritt beim Ozzfest 1999. Das Cover zu „Cars“ von Gary Numan wurde sogar zu ihrem ersten Radiohit. Nach einer längeren Pause erschien 2001 „Digimortal“. Das Album stieg sogar bis in die Top 20 der Album-Charts, wurde aber von Musikkritikern kritisiert, auf musikalischer Ebene kaum etwas Neues zu bieten.

Mit ihrem Cover von Gary Numans „Cars“ erzielten Fear Factory ihren ersten Radiohit

Persönliche Differenzen und ein Rechtsstreit

Anfang 2002 verließ Frontmann Burton C. Bell überraschend die Band aufgrund persönlicher Differenzen. Nachdem im Zuge dessen auch weitere Mitglieder ausstiegen, lösten sich Fear Factory offiziell auf. Weil die Band aber vertraglich für ein weiteres Album an ihre Plattenfirma gebunden war und sich die Bandmitglieder deshalb nicht problemlos anderen musikalischen Projekten widmen konnten, fanden sie sich schon Ende desselben Jahres wieder zusammen – bis auf den Gitarristen Dino Cazares, um den sich die vorigen Streitereien hauptsächlich gedreht hatten, wie sich später in Interviews herausstellen sollte. Die Band nahm vier kurze Demosongs auf, die den Ansprüchen der Plattenfirma aber nicht genügten. Daraufhin wurde der Plattenvertrag aufgelöst. Die drei verbliebenen Bandmitglieder entschieden daraufhin, ihre Arbeit bei einem neuen Label gemeinsam fortzusetzen. Das erste Album in der neuen Besetzung war „Archetype“, welches im April 2004 erschien. Musikkritiker sprachen von einer musikalischen Rückkehr zu den erfolgreichsten Tagen der Band, bemängelten aber auch erneut die ausbleibende musikalische Weiterentwicklung. Selbst Frontmann Burton C. Bell sprach etwa ein Jahr später von einem reinen „Sicherheits-Album“.

Nach einer längeren Pause gab Roadrunner Records Ende April 2009 bekannt, dass sich die Gründungsmitglieder Bell und der ausgestiegene Cazares zu „einer neuen Form“ von Fear Factory zusammengetan hätten. Olde Wolbers und Schlagzeuger Raymond Herrera gaben jedoch an, nicht gefragt worden zu sein, ob sie weiter zu Fear Factory gehören möchten. Außerdem hätten sie kein Einverständnis gegeben, dass Bell und Cazares wieder unter dem alten Bandnamen aktiv werden dürfen. Die Streitfrage um den Inhaber der Namensrechte an Fear Factory zog eine Klage von Olde Wolbers und Raymond Herrera nach sich und musste von einem US-Gericht geklärt werden. Trotz des offenen Rechtsstreits um den Bandnamen hatte Frontmann Burton C. Bell in einem Telefon-Interview im Oktober 2009 bestätigt, dass er zusammen mit Gitarrist Dino Cazares und Bassist Byron Stroud an einem neuen Fear-Factory-Album namens „Mechanize“ arbeite, welches wenige Monate später erschien.

Nach einem weiteren Album – „The Industrialist“, das 2012 erschien – veröffentlichten Fear Factory Anfang August ihr neuestes und bereits zehntes Studioalbum, „Genexus“. Wie für die Band üblich, handelt es sich auch hierbei um ein Konzeptalbum und behandelt das Thema Kampf des Menschen gegen eine Maschinen gesteuerte Regierung, inspiriert von den Terminator-Filmen.

Trotz einiger Differenzen hinter den Kulissen schaffen es Fear Factory mit treibenden Live-Shows und zahlreichen Hits wie „Linchpin“, „Edgecrusher“ oder „Replica“ immer wieder aufs Neue, die Herzen ihrer Fans höher schlagen zu lassen. Das Konzert in Wien kann kommen!

Tickets für das Konzert in der Arena gibt’s hier

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