Am 21. November machen Five Finger Death Punch und Papa Roach einen gemeinsamen Halt im Wiener Gasometer. Abriss garantiert!

Five Finger Death Punch und Papa Roach – beides sind eigentlich Bands, denen man nichts weiter hinzufügen muss. Beide Bands für sich schaffen es mühelos, weltweit Konzertlocations der größeren Gangart zu füllen und ihre Fans jedes Mal aufs Neue zu begeistern. Derzeit sind sie bereits in den USA gemeinsam auf Tour, ab November dürfen sich dann die europäischen Fans auf diese Tour der Extraklasse freuen. Abriss Stimmung garantiert!

Five Finger Death Punch

Kaum eine Band war in den letzten Jahren so präsent wie die Modern Metaller Five Finger Death Punch aus Las Vegas, Nevada. Ausgedehnte Touren und herausragende Alben, die Spitzenplatzierungen in den Charts erreichten, ließen den Bekanntheitsgrad weiter steigen. Auch hierzulande waren sie in den letzten Jahren bei fast jedem großen Festival dabei und nähern sich rasant der absoluten Spitze in der Metalwelt.
Der Bandname „Five Finger Death Punch“ bezeichnet eine ausgedachte Kung-Fu-Geste, bei der mit den fünf Fingerspitzen einer Hand gezielt auf die Brust des Gegners geschlagen und so dessen Tod herbeigeführt wird.

Dieses Jahr feiern Five Finger Death Punch ihr 10-jähriges Bestehen, denn die Band wurde 2005 von Gitarrist Zoltan Bathory gegründet. Bereits im darauffolgenden Jahr begann die Band mit den Aufnahmen für ihr Debüt-Album. Im Juni wurde bekannt, dass Five Finger Death Punch einen Vertrag beim Label „The Firm“, welches auch unter anderem mit Korn oder Limp Bizkit zusammenarbeitet, unterschrieben hatten. Ihr Debüt „The Way Of The Fist“ erschien im Juli 2007. The Firm bewiesen mit ihrem neuesten Fang ein Mal mehr einen guten Riecher, denn die drei Single-Auskopplungen stiegen allesamt auf hohen Positionen in den Charts ein. Bereits kurz darauf war es Zeit für die erste, etwa 18 Monate dauernde Tour. Zunächst waren sie auf der „Family Values 2007“-Tour unterwegs, dann mit Korn und Hellyeah auf der „Bitch, We Have A Problem“-Tour.
Weiteren Dates mit Disturbed folgten die Mayhem-Festivals und zwischendrin noch diverse Konzerte als Headliner. Der Tourplan war zwar prall gefüllt, jedoch bewegte sich die Band vorerst ausschließlich innerhalb der USA. Das sollte sich aber ändern, als „The Way Of The Fist“ Ende Jänner 2009 für den europäischen Markt lizensiert wurde, genau rechtzeitig zum UK-Tourstart mit Dimmu Borgir, Lamb Of God und Unearth.

Während der fünffingrige Modern Metal-Todeshieb also erst allmählich nach Europa hinüber schwappte, stand in der Heimat bereits das nächste Album in den Startlöchern. „War Is The Answer“ sollte das erste Album der Band werden, das eine Gold-Auszeichnung erhält. Die darauffolgende Tour führte Five Finger Death Punch aber nicht nur durch die USA und Europa, sondern auch in den Irak, wo sie insgesamt zehn Shows für die dort stationierten amerikanischen Soldaten spielten.

Nach drei weiteren Alben („American Capitalist“ erschien 2011, das Doppel-Album „The Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell“ Vol 1. und Vol 2 im Juli bzw. November 2013) veröffentlichten Five Finger Death Punch Anfang September ihr nunmehr sechstes Studioalbum „Got Your Six“, welches auch gleichzeitig die Trennungsgerüchte um die Band beseitigte. Five Finger Death Punch zeigen sich jetzt in alter Frische und mit wiedergewonnener Spielfreude und somit kann man sich auf einen weiteren energiegeladenen Auftritt der Amerikaner freuen!

FiveFingerDeathPunchPapaRoach

Five Finger Death Punch und Papa Roach tourten auch schon gemeinsam durch die USA

Papa Roach

Auch Papa Roach sind bekannt für ihre stets energiegeladenen und mitreißenden Shows und verstehen es mühelos, die Massen auf ihre Seite zu ziehen. Ihre Erfolgsgeschichte mag vielleicht nicht (mehr) so steile Erfolge vorweisen wie die von Five Finger Death Punch, doch auch Papa Roach können auf eine beachtliche Chronik zurückblicken: 22 Jahre Bestehen, sieben veröffentlichte Studioalben, mehrere Auszeichnungen für Plattenverkäufe, weltweit über 15 Millionen verkaufte Alben und die Fähigkeit, ihre Fans immer wieder aufs Neue zu begeistern.
Der Bandname stammt von Sänger Jacoby Shaddix. Dessen Großvater hieß mit Nachnamen „Roatch“ und hatte den Spitznamen „Papa. Auch das Maskottchen der Band hat die Form einer Kakerlake.

Der Ursprung von Papa Roach lässt sich bis 1993 in die Highschool-Zeit der Bandmitglieder zurückführen, wo sich Sänger Jacoby Shaddix, Gitarrist Jerry Horton, Bassist Will James – der kurze Zeit später von dem erst 16-jährigen Ex-Roadie Tobin Esperance ersetzt wurde – und Schlagzeuger Dave Buckner kennengelernt haben. Die Band konnte in ihrer Heimatstadt Vacaville schnell zu einer lokalen Größe aufsteigen, da sie schon früh für bekanntere Bands wie die Deftones, Fu Manchu oder Suicidal Tendencies Konzerte eröffneten. 1994 veröffentlichte die Band eigenständig die EP „Potatoes for Christmas“. Von diesen kleinen Erfolgen motiviert, wollte die Band ein Album aufnehmen, schaffte es aber erst 1999 und nach Release einiger weiterer EPs, einen Vertrag bei Dreamworks Records zu bekommen, wodurch sie letztendlich ihr erstes Studioalbum aufnehmen und publizieren konnten. Ihr Debüt „Infest“ erschien im April 2000, welches ihnen in Nu Metal-Kreisen einen großen Erfolg bescherte und nach wie vor ihr kommerziell erfolgreichstes Album ist. Das Album enthält unter anderem den Song „Last Resort“, welcher bis heute noch auf jeder Alternative-Tanzfläche für kollektives Ausrasten sorgt.

Nun schoss die Band im Zwei-Jahres-Takt ein Album nach dem anderen raus, bei denen sie sich immer mehr von ihrem einst eingeschlagenen Weg entfernten und sich experimentierfreudig zeigten. Allerdings konnten Papa Roach nicht mehr an den großen Erfolg von „Infest“ anknüpfen, Nachfolger wie „Lovehatetragedy“ oder „Getting Away With Murder“ bekamen immer verhaltenere Kritiken, obwohl die Band mit dem Song „Scars“ einen weiteren Hit landen konnte. Das 2006 erschienene Album „The Paramour Sessions“ war zudem das erste, das keine Auszeichnung für Plattenverkäufe gewann. Mit „Metamorphosis“ schafften sie es 2009, wieder ein wenig an den Erfolg der alten Tage anzuknüpfen, das Album war sogar das erste, das sich in den Top Ten der amerikanischen Billboard Charts wiederfand. Stilistisch waren Papa Roach nun bereits meilenweit von ihren Anfangstagen entfernt. Besonders deutlich wurde dies beim 2010 veröffentlichten Werk „Time For Annihilation: On the Record & On the Road“, das neben neun Live-Aufnahmen der vorangegangenen Tour mit Shinedown auch fünf neue Stücke enthielt.

Zwei Jahre später meldeten sich die Kalifornier mit dem nächsten Longplayer zurück. „The Connection“ sorgte innerhalb der Fangemeinde für Aufsehen, denn auf dem Album zeigte sich die Band aufgrund der eingeflossenen elektronischen Einflüsse von einer neuen und durchaus poppigeren Seite. Diese Linie sollte sich auch teilweise durch das im Jänner erschienene Album „F.E.A.R.“ ziehen, denn auch hier sind wieder teilweise elektronische Einflüsse zu finden, jedoch gemischt mit weit härteren Riffs als noch im Vorgänger-Album.
Papa Roach dürften ihren Sound für die nächsten Jahre Bandgeschichte gefunden haben und obwohl manche Fans ihnen aufgrund ihres neuen Sounds den Rücken kehrten, konnten sie gleichzeitig viele neue dazugewinnen.

Musikalisch mögen sie sich verändert haben, doch Papa Roach stehen noch immer für energetische und mitreißende Gigs und Freude am Spielen. Das Konzert im Gasometer kann kommen!

Devil You Know

Die Dritten im Bunde der US-amerikanischen Kracherbands sind Devil You Know aus Los Angeles. Zwar erschien erst im letzten Jahr ihr Debüt „The Beauty Of Destruction“, dennoch kann man bei einer genaueren Betrachtung des Line-Ups durchaus von Musikern, die ihr Handwerk verstehen, sprechen. Da wären zum Beispiel der Schlagzeuger John Sankey, der ehemals bei Fear Factory tätig war, der Gitarrist Francesco Artusato, der auch für All Shall Perish Lead-Gitarre spielt, oder Sänger Howard Jones, der von 2002 bis 2012 bei Killswitch Engage am Mikro stand.

2012 verließ Howard Jones Killswitch Engage, um sich von seinen gesundheitlichen Problemen und dem Touren zu erholen. Noch im selben Jahr wurde Devil You Know ins Leben gerufen. Schnell entstanden Songideen, im darauffolgenden Jahr ging es ins Studio, um die Songs aufzunehmen und am ersten Album zu basteln, welches im April 2014 erschien. In einem Interview erzählte Howard Jones, dass der Bandname ihn selbst beschreibt: „Manchmal bin ich die schlimmste Person der Welt. Ich bin einfach eine schreckliche Person. Ich strebe es immer an, eine bessere Person zu werden, aber manchmal bin ich fürchterlich. So kam ich auf den Bandnamen.“

Nachdem Devil You Know ihre Tour-Termine mit Machine Head im letzten Jahr leider nicht wahrnehmen konnten, darf man sich nun auf den ersten Auftritt der Band auf österreichischem Boden freuen. Doch Devil You Know werden an diesem Abend nicht nur Songs ihres Debüts zum Besten geben: In Bälde erscheint nämlich ihr Zweitlingswerk „They Bleed Red“!

Achtung: Es sind weder Steh-, noch Sitzplätze verfügbar, das Konzert ist bereits ausverkauft!

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