Kurz vor Halloween werden in Niederösterreich die Tore zur Hölle geöffnet: Das Gates Of Hell findet statt und lockt an zwei Tagen mit einem Line-Up der Spitzenklasse.

Am Freitag, 14. Oktober und Samstag, 15. Oktober ist es wieder soweit: Das Gates Of Hell geht in die nächste Runde und kann auch heuer wieder mit höllisch-guten Gitarrenklängen aufwarten. Austragungsort der Veranstaltung ist erneut die Art’n’Fun Factory in Tribuswinkel, Bezirk Baden, in Niederösterreich.

Freitag, 14. Oktober – Tag 1

Den Opener für die diesjährige Ausgabe des Gates Of Hell geben Thus I End aus Wien, die als erste von zwei Bands für Frauenquote sorgen. Vor etwa sechs Jahren gegründet, präsentiert das mittlerweile eingespielte Team dem geneigten Zuhörer eingängigen Melodic Hardcore mit einer Prise Prog. Auf ihrem Debüt-Album „Supremacy“, das im Mai letzten Jahres veröffentlicht wurde, ist nicht nur Platz für atmosphärische Passagen, sondern auch für eine gelungene Symbiose zwischen weiblichen Chord- und männlichen Clean Vocals, die auch live zu überzeugen wissen. Zuletzt zu sehen waren Thus I End am Burn Down The District im Viper Room Wien.

Wer auf Melodic Death Metal steht, ist bei Eyes In The Void genau richtig. Die Band wurde im Sommer 2012 gegründet und konnte als Finalist des Metalchamp Austria vor etwa 400 Zuschauern schon bald darauf einen ersten Meilenstein für sich verbuchen. Support-Slots für heimische Größen wie Sensylis oder Devastating Enemy und internationale Acts The Agonist oder Milking The Goat Machine folgten. Vor rund zwei Jahren erschien ihre Debüt-EP, die ihnen durchweg positive Kritiken bescherte. Ihren Konzertherbst starten die Wiener am Gates Of Hell und sind danach noch u.a. mit Jinjer im Viper Room sowie mit Debauchery im Escape Metalcorner zu sehen.

Von Genre-Grenzen lässt sich die Wiener Band Avem nicht beeindrucken – am ehesten aber ist sie in die Progressive Rock-/Metal-Richtung einzuordnen. Energie, Groove sowie komplexe Rhythmen und Melodie spielen bei Avem eine wichtige Rolle. Auch Landesgrenzen kennt die Band nicht; so stammt Sängerin Nora Bendzko aus Deutschland, Gitarrist Reece Tyrrell ist aus Australien, Bassist Florian Uhl ist Österreicher, am Schlagzeug sitzt Seppo Uhari aus Finnland und Keyboarder Manu Sharma ist Kärntner mit indischen Wurzeln.

Co-Headliner am Freitag sind Dystrust aus Wien. Die Liveshows der vor rund elf Jahren gegründeten Band sind bereits weit über die Bundeshauptstadt hinaus bekannt und somit wird das Quintett sicherlich perfekt auf den Headliner des Abends hinleiten. Am Tag darauf sind Dystrust übrigens am Vienna Corefest in der Szene Wien zu sehen.

Headliner des ersten Tages am Gates Of Hell sind Eneera, eine vierköpfige Band aus Wien, die 2010 ins Leben gerufen wurde und zum Tagesabschluss für die richtige Portion Groove sorgen wird. Freuen darf man sich – neben jeder Menge Möglichkeiten zum Moshen und Headbangen – sicherlich auch auf neues Songmaterial, da Eneera den Sommer zur Studiozeit erklärt hatten und kürzlich ihren neuen Song „Dollar Bills and Blood for War“ veröffentlicht haben:

Samstag, 15. Oktober – Tag 2

Am zweiten Tag des Gates Of Hell geht es mit den Niederösterreichern Blessed With A Curse bereits zu früher Stunde mächtig rund. Die Band gründete sich im November 2014 und bei Einflüssen wie A Day To Remember, Bullet For My Valentine oder Bring Me The Horizon wird schnell deutlich: Blessed With A Curse haben sich dem Post-Hardcore verschrieben. Mit „The Truth About War“ veröffentlichte das Quartett letzte Woche außerdem neues Songmaterial:

Danach sind Craving For Clarity, eine noch ganz junge Band, die 2015 gegründet wurde, an der Reihe. Die Band stammt aus dem Bezirk Baden in Niederösterreich und hat sich dem Metalcore verschrieben. Das Besondere: Mit Dominik Dietmayer und Koli Hauser verfügen Craving for Clarity über gleich zwei Frontmänner und bringen so noch mehr Abwechslung ins Spiel.

Veil Of Deception sind eine fünfköpfige Band aus Wien, die im Jänner 2013 gegründet wurde und es sich zum Ziel gesetzt hatte, allen Pessimisten zu zeigen, dass es sehr wohl eine österreichische Metalszene gibt und diese nicht im Sterben liegt. Im April diesen Jahres konnten sie einen Plattenvertrag mit dem amerikanischen Label Sliptrick Records an Land ziehen. Hierfür wird es auch eine Neu-Veröffentlichung des im Vorjahr erschienenen Albums „Tearing Up The Roots“ geben.

Mit dem Auftritt von Camp Chaos neigt sich das Gates Of Hell schon langsam wieder dem Ende zu. Die Niederösterreicher, die in Oberwaltersdorf im Bezirk Baden beheimatet sind, beschreiben ihren Stil mit den Schlagworten Death, Core und Melodic und zählen Größen wie Kataklysm, Metallica, In Flames oder Despised Icon zu ihren Einflüssen. In letzter Zeit war die Band fleißig damit beschäftigt, neues Material zu produzieren. Das Album trägt den Namen „Killer Instinct“ und wurde für das Kalenderjahr 2017 angekündigt. Camp Chaos werden übrigens – genau wie Eyes In The Void – die ukrainische Band Jinjer Ende Oktober im Wiener Viper Room supporten.

Der finale Act am diesjährigen Gates Of Hell sind Lowbau aus Wien. Die Band wurde 2006 ins Leben gerufen, spielte bereits einige Shows im In- und Umland und veröffentlichte bisher eine EP sowie ihr Debüt-Album „A Darker Shade of Blues“, das 2013 erschienen ist. Derzeit wird noch am Nachfolger gebastelt, der vermutlich im neuen Jahr veröffentlicht wird. Auf ihrer Facebook-Seite liefern Lowbau regelmäßig Einblicke in die finalen Arbeiten.

Gates Of Hell 2016 – Hardfacts

Wann?
Freitag, 14. Oktober – Samstag, 15. Oktober 2016
Einlass 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr

Wo?
Art’n’Fun Factory
Badener Straße 39
2512 Tribuswinkel (NÖ)

Wie viel?
AK: Tagesticket 10€ / 2-Tagespass 18€
VVK: Tagesticket 8€ / 2-Tagespass 15€

Tickets können bei den Bands erworben werden, auch eine Reservierung unter thegatesofhell(at)gmx.at ist möglich.

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