Am 11.11.2014 beehrt Jack White das Wiener Gasometer. Im Gepäck hat er sein zweites Solo-Album „Lazaretto“.

Egal, ob mit den White Stripes, der All-Star-Truppe The Raconteurs, mit Alison Mosshart (The Kills) und Dean Fertita (Queens of the Stone Age) als The Dead Weather oder eben solo: Jack Whites Projekte begeistern mich einfach immer. Umso größer ist die Freude, dass er nun im Rahmen seiner aktuellen Tour erstmals solo ein Konzert in Wien gibt.

Das zweite Solo-Album

Dabei sind die Erwartungen auch aufgrund des im Juni erschienenen Albums „Lazaretto“ mehr als nur hoch. Darauf gibt es Blues, Southern Rock, Folk, funkige Rhythmen, Orgeln und vieles mehr zu hören. All das fügt sich zu einem ideenreichen, vielseitigen Meisterwerk, dessen Melodien den Zuhörer im Zusammenspiel mit Jack Whites außerordentlicher Stimme nicht mehr loslassen.

In den Kritiken der Platte las man mehr als nur einmal, dass die nicht ganz Rosenkrieg-freie Scheidung Whites von seiner Frau Karen Elson ihre Einflüsse auf der Platte hinterlassen habe. Ich sage: Wen interessiert schon diese Scheidung, „Lazaretto“ ist großartig, egal woher Jack White die Inspiration dafür nahm.

Konflikt mit Dan Auerbach?

Ebenfalls im Zusammenhang mit der Scheidung steht der Konflikt mit Dan Auerbach, dem Frontman der Black Keys. In einem E-Mail an Karen Elson zeigte sich White alles andere als begeistert davon, dass seine Kinder dieselbe Schule wie die von Auerbach besuchen, da er lieber nichts mit ihm zu tun haben möchte. Unglücklicherweise wurde diese E-Mail im Zuge des Scheidungskrieges an die Öffentlichkeit gezerrt und damit Gegenstand eines (verzichtbaren) Medienrummels. Jack entschuldigte sich daraufhin bei Dan und dieser nahm die Sache auch nicht allzu schwer.

Mehr als nur ein Rekord

Für die Vorab-Single seines Albums hat sich der Musiker und Labelboss von Third Man Records etwas ganz Besonderes überlegt: Sie wurde zum diesjährigen Record Store Day in Weltrekordzeit aufgenommen, gemastert, gepresst und stand somit schon nach 3 Stunden und 55 Minuten als limitierte Vinyl-Single zum Verkauf bereit.

„You drink water,
I drink gasoline.
One of us is happy,
one of us is mean.“
Jack White, Just One Drink

Whites Vorliebe für Vinyl scheint sich auch auf seine Fans übertragen zu haben, denn er konnte die meisten Vinyl-LPs innerhalb einer Woche verkaufen. Mittlerweile wurde „Lazaretto“ auch zur meistverkauften Platte seit Beginn der statistischen Erhebung 1994. Dabei wird den Hörern auch einiges geboten: Man findet Hologramme und Bonussongs, die erst beim Abspielen mit 78 Umdrehungen hörbar werden.

Einer der ganz, ganz Großen

Jack White spielt also in vielerlei Hinsicht in der obersten Liga des Rockbusiness. Er beschreitet in der Arbeit mit seinem Label neue Wege, oft, indem er sich analogen Aufnahmetechniken zuwendet. So nahm etwa ein anderer ganz Großer, Neil Young, in Jacks Third Man Studio sein Coveralbum „A Letter Home“ auf. Dazu wurde eine Voice-O-Graph-Aufnahmekabine verwendet.

Zusammenarbeit mit den Libertines?

Über ein weiteres besonderes Projekt wurde auch für 2015 spekuliert. Die seit kurzem wiedervereinten Libertines wollen nächstes Jahr ein neues Album aufnehmen. Pete Doherty verlautbarte in einem Interview, dass Jack White Interesse daran hätte, dieses Album zu produzieren. Ein Sprecher Whites dementierte das allerdings bereits nach kurzer Zeit. Interessante Kollaborationen wird der Ausnahmekünstler aber wohl in Zukunft ohnehin wieder eingehen.

Einstweilen freuen wir uns aber am besten einfach mal so richtig auf das Konzert am 11.11.2014 im Gasometer in Wien. Der Vorverkauf startet am 19.09.2014 um 10 Uhr!

Fotocredit: Jack White @ Facebook
Jack White @ Youtube

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