Für Jinjer könnte es derzeit kaum besser laufen, denn endlich gerät ihr musikalischer Stein ins Rollen und die internationale Aufmerksamkeit steigt. Ein neues Album, das über das heimische Label Napalm Records erscheint und viele Live-Auftritte – die Band kann sich endlich in ihrer vollen Pracht präsentieren. Auch ein paar Österreich-Termine stehen in diesem Jahr noch an. Wir verraten euch, wieso ihr die ukrainischen Groove Metaller keinesfalls verpassen solltet.

Jinjer – noch nie gehört? Dann sollten Metal-Fans jetzt die Ohren spitzen, denn derzeit ist die ukrainische Band um Frontfrau Tatiana Shmaylyuk dabei, sich vom gutgehüteten Geheimtipp zu einer Metalgröße von hoher internationaler Bekanntheit zu mausern. Doch um wen handelt es sich bei der Band, die plötzlich wie ein Pfeil aus der Versenkung geschossen kam, eigentlich?

Wer sind Jinjer?

Alles begann 2009 in einem Provinzstädtchen der Region Gorlovka, etwa 40 Kilometer von Donezk entfernt, als sich fünf Musiker zusammentaten, um die Metal Band Jinjer zu gründen. Als Fan des Metalgenres von Kindheitstagen an stand außer Frage, welchen musikalischen Weg die Gruppe einschlagen würde und aufgrund der großen Underground Bewegung mit zahlreichen Bands gab es immer jemanden, von dem man lernen konnte. Noch im Gründungsjahr veröffentlichte die blutjunge Band ihre erste Debüt-EP. Kurz darauf sah sich die Band allerdings bereits mit einer ersten großen Hürde konfrontiert, da der Frontmann in die USA auswanderte und die restlichen Mitglieder erstmal ohne dastanden. Aus der schwierigen Situation entstand aber glücklicherweise ein Neuanfang, denn Tatiana Shmaylyuk stieß zu Jinjer, um ihren Freunden auszuhelfen. Eigentlich als vorübergehende Lösung gedacht, wurde sie schließlich fester Bestandteil der Band und prägte diese mit ihrer unverwechselbaren Stimmfarbe. Nicht nur den gutturalen, auch den cleanen Gesang beherrscht Tatiana perfekt.

Nach dem Neustart und einiger Zeit im Underground von Donezk, erschien 2012 die erste EP mit Tatiana, „Inhale. Don’t Breathe“, welche die Karriere etwas ankurbelte und erste größere Touren ermöglichte. So spielten Jinjer im Vorprogramm von Caliban Shows in der Ukraine, Moldawien und Rumänien. Die Reichweite stieg, die Musik wurde experimenteller und Jinjer ließen nun auch vermehrt progressive, sowie Groove- und Death Metal-Elemente in ihren Sound einfließen. Auch über die Auszeichnung „Best Ukrainian Metal Act“, vergeben von einer landesweiten Jury, durfte sich die Band freuen. Bestärkt durch diese positiven Erlebnisse ging die Band bald darauf ins Studio, um ihr Debüt „Cloud Factory“ zu vertonen. Im Zuge der darauffolgenden Europa-Tour erfolgte schließlich die finale Bandkonstellation, wenn auch unter tragischen Umständen: Schlagzeuger Eugene Mantulin fiel aufgrund von Müdigkeit drei Stockwerke in die Tiefe. Der Rest der Band konnte die notwendige Operation mittels einer Spendenaktion zwar finanzieren, musste sich aber natürlich dennoch nach einem neuen Bandmitglied umsehen. Dieses war mit Dmitriy Kim schließlich gefunden. Seit 2015 sind Jinjer nur mehr als Quartett unterwegs, da sich Gitarrist Dimitry Oksen dazu entschied, aus der Band auszusteigen.

Trotz einiger Rückschläge hielt das Schicksal aber auch noch einige Lichtblicke für die Band bereit: So wurde das heimische Label Napalm Records auf die Truppe aufmerksam und bot ihnen einen Vertrag an. Eine geplante EP kam zwar nicht zustande, dafür darf man sich aber am 29. Juli über den Release des neuen Albums „King Of Everything“ freuen. Erste musikalische Appetithäppchen wurden bereits veröffentlicht, unter anderem das Video zu „I Speak Astronomy“, das die musikalische Bandbreite und die unverkennbare Stimme von Sängerin Tatiana wieder besonders hervorhebt:

Ende dieser Woche gehen Jinjer dann wieder auf Tour, um das neue Album zu promoten. In Österreich sind sie Mitte August am Metal On The Hill Festival in Graz zu sehen, wo sie sich neben Größen wie DevilDriver, Arch Enemy oder Moonspell beweisen dürfen. Im Herbst hat man dann noch zwei Mal die Möglichkeit, die Ukrainer live zu sehen. Wiener dürfen sich über eine Headliner-Show im Viper Room freuen, in Wörgl sind Jinjer am Tag darauf als Support von Black Inhale im Rahmen ihrer „A Doctrine Of Vultures“-Tour zu sehen.

Jinjer live

Freitag, 12. August 2016
Metal On The Hill Festival, Graz

Freitag, 28. Oktober (Headliner-Show)
Viper Room, Wien

Bands aufgepasst: Für die Show in Wien werden noch Support-Slots vergeben, Anfragen können an maja(at)bookingsaustria.at geschickt werden.

Samstag, 29. Oktober (Support von Black Inhale)
VZ Komma, Wörgl

Tickets

Tickets für die Konzerte von Jinjer sind natürlich wie immer hier erhältlich. Achtung: Das Kontingent an Metal On The Hill-Tageskarten neigt sich dem Ende zu, Festivalpässe sind bereits restlos ausverkauft!
Der Vorverkauf für die Headlinershow am 28. Oktober in Wien startet in Kürze.

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