Ab Anfang März sind Jinjer auf großer „Against The Stream“-Tour und kommen im Zuge dieser auch wieder in die heimischen Breitengrade.

Für die ukrainische Groove-/Progressive Metal-Formation Jinjer könnte es gerade kaum besser laufen. Der musikalische Stein kam vor allem in den letzten Monaten ordentlich ins Rollen und die internationale Aufmerksamkeit ist dem Quartett sicher. Auch in Österreich erfreut sich die Band um Frontfrau Tatiana Shmaylyuk immer größerer Beliebtheit und sorgte zuletzt im vergangenen Oktober für einen brechend vollen Viper Room. Am Samstag, 22. April 2017 kehrt die Band an den Ort des Geschehens zurück, um dem Publikum erneut mächtig einzuheizen.

Doch um wen handelt es sich bei der Band, die so plötzlich wie ein Pfeil aus der Versenkung geschossen kam, eigentlich?

Jinjer – Der neue Stern am internationalen Metal-Himmel

Alles begann 2009 in einem Provinzstädtchen der Region Gorlovka, etwa 40 Kilometer von Donezk entfernt, als sich fünf Musiker zusammentaten, um die Metalband Jinjer zu gründen. Als Fan des Metalgenres von Kindheitstagen an stand außer Frage, welchen musikalischen Weg die Gruppe einschlagen würde und aufgrund der großen Underground-Bewegung mit zahlreichen Bands gab es immer jemanden, von dem man lernen konnte. Noch im Gründungsjahr veröffentlichte die blutjunge Band ihre Debüt-EP. Kurz darauf sah sich die Band allerdings bereits mit einer ersten großen Hürde konfrontiert, da der Frontmann in die USA auswanderte und die restlichen Mitglieder erstmal ohne dastanden. Aus der schwierigen Situation entstand aber glücklicherweise ein Neuanfang, denn Tatiana Shmaylyuk stieß zu Jinjer, um ihren Freunden auszuhelfen. Eigentlich als vorübergehende Lösung gedacht, wurde sie schließlich fester Bestandteil der Band und prägte diese mit ihrer unverwechselbaren Stimmfarbe. Nicht nur den gutturalen, auch den cleanen Gesang beherrscht Tatiana perfekt.

Nach dem Neustart und einiger Zeit im Underground von Donezk, erschien 2012 die erste EP mit Tatiana, „Inhale. Don’t Breathe“, welche die Karriere etwas ankurbelte und erste größere Touren ermöglichte. So spielten Jinjer im Vorprogramm von Caliban Shows in der Ukraine, Moldawien und Rumänien. Die Reichweite stieg, die Musik wurde experimenteller und Jinjer ließen nun auch vermehrt progressive sowie Groove- und Death Metal-Elemente in ihren Sound einfließen. Auch über die Auszeichnung „Best Ukrainian Metal Act“, vergeben von einer landesweiten Jury, durfte sich die Band freuen. Bestärkt durch diese positiven Erlebnisse ging die Band bald darauf ins Studio, um ihr Debüt „Cloud Factory“ zu vertonen. Im Zuge der darauffolgenden Europa-Tour erfolgte schließlich die finale Bandkonstellation, wenn auch unter tragischen Umständen: Schlagzeuger Eugene Mantulin fiel aufgrund von Müdigkeit drei Stockwerke in die Tiefe. Der Rest der Band konnte die notwendige Operation mittels einer Spendenaktion zwar finanzieren, musste sich aber natürlich dennoch nach einem neuen Bandmitglied umsehen. Dieses war mit Dmitriy Kim schließlich gefunden. Seit 2015 sind Jinjer nur mehr als Quartett unterwegs, da sich Gitarrist Dimitry Oksen dazu entschied, aus der Band auszusteigen.

Trotz einiger Rückschläge hielt das Schicksal aber auch noch einige Lichtblicke für die Band bereit: So wurde das heimische Label Napalm Records auf die Truppe aufmerksam und bot ihnen einen Vertrag an. Eine geplante EP kam zwar nicht zustande, dafür wurde aber Ende Juli letzten Jahres das neue Album „King Of Everything“ veröffentlicht. Die Tour zum Album war offensichtlich so erfolgreich, dass Jinjer ab Anfang März schon wieder den Bus beladen und auf große „Against The Stream“-Tour gehen. Wer beim letzten Mal nicht dabei war, sollte sich die Band auf jeden Fall mal genauer anschauen. Von Jinjer werden wir in Zukunft garantiert noch so einiges hören.

Heimischer Support

Wie auch schon am Konzert im Oktober sind auch im April wieder zwei österreichische Bands mit dabei. Symbolon fabrizieren einen Mix aus Metal und Hardcore und arbeiten mit gutturalem sowie cleanem Gesang, der von Gitarrist Florian Wagner beziehungsweise Bassist Jakob Plochberger kommt. Obwohl die Formation erst seit 2014 besteht, kann die Band bereits eine wahre Bandbreite an absolvierten Konzerten vorweisen, unter anderem im Vorprogramm von internationalen Bands wie Evergreen Terrace, Raised Fist oder Bloodshed Remains. Am COREneval sind Symbolon zum zweiten Mal in diesem Jahr zu sehen. Ihr Debütalbum „Hunted“ erschien im vergangenen Oktober. Demnächst sind Symbolon übrigens außerdem am COREneval zu sehen.

Die Wiener Neustädter Band Across The Element besteht zwar erst seit knapp zwei Jahren, hinter dem Musikprojekt stecken allerdings alles andere als Neulinge. Im Gegenteil: ehemalige Mitglieder von Emily’s Bleeding und Light of Salvation sind hier am Werk und bereit, die Szene mit neuem Namen und frischem Elan ordentlich aufzumischen. Im letzten Jahr erschien ihre Debüt-EPthe earth to turn“. Für 2017 stehen bereits eine Konzerte an, auf der Facebook-Seite der Band werdet ihr auf dem Laufenden gehalten.

Tickets

Tickets für das Konzert von Jinjer im Wiener Viper Room gibt’s wie immer hier.

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