Metal-Fans aufgepasst: Im kommenden Frühjahr erwartet uns Großes. Korn kommen endlich wieder für ein Konzert in die Hauptstadt und bringen noch dazu namhafte Unterstützung mit.

Im April 2017 erwartet uns ein Superpackage: Die Nu Metal-Heroen Korn kommen im Zuge ihrer neuen Tour auch wieder nach Österreich. Mit Heaven Shall Burn und Hellyeah sind zudem zwei namhafte Metal-Acts mit dabei, die die Stimmung bereits vorab zum Kochen bringen werden. In Österreich sind die Bands am Montag, 03. April 2017 im Gasometer Wien zu sehen.

Korn

Korn sind mittlerweile eine Band, die man eigentlich kaum jemandem noch genauer erläutern muss. Fans der härteren Musik kennen die Nu Metal-Heroen ohnehin und sogar mit einem Dubstep-Album machte die Band vor ein paar Jahren von sich reden, mit dem sie auch die breite Masse erreichen konnte. Die Anfänge von Korn gehen in das Jahr 1993 zurück, als sich das erste musikalische Line-Up zur Punk-Band „L.A.P.D.“ formierte. Wenig später stieß auch der noch heute aktive Frontmann Jonathan Davis dazu, der anno dazumal hauptberuflich noch als Leichenbeschauer, nebenbei aber auch in einer Bar als Sänger tätig war. Kurz darauf erfolgte die Umbenennung in Korn, meist „KoЯn“ geschrieben.

Gemeinsam zog die junge Band nach Los Angeles, wo sie sich einen besseren Start in die Musikkarriere erhofften. Tatsächlich schafften sie es mit ihrem unverwechselbaren Sound und unzähligen Auftritten, die Aufmerksamkeit von Plattenfirmen zu erregen und wurden 1994 beim Epic-Sublabel Immortal Records unter Vertrag genommen. Das selbstbetitelte Debüt erschien noch im selben Jahr und sorgte für einiges an Furoren im Metal-Sektor. Obendrein gilt es als eine Art „Geburtshelfer“ des Subgenres Nu Metal. Die musikalische Finsternis, in die Korn ihre Hörerschaft fortan hüllen, sprach vor allem Jugendliche an, die sich dem von der Band gezeichneten Bild des vernachlässigten Mittelstandskids bestens identifizieren konnten. 1998 gelang ihnen mit ihrem dritten Streich „Follow The Leader“ auch der kommerzielle Durchbruch, Videos zu „Got The Life“ und „Freak On A Leash“ liefen auf MTV rauf und runter. Obwohl Frontmann Jonathan Davis in den darauffolgenden Jahren hauptsächlich durch Negativmeldungen auffiel, blieb die Treue der Fans ungebrochen. 2005 zeigten Korn erstmals etwas mehr Experimentierfreude und ließen auf „See You On The Other Side“ neben Altbewährtem auch Industrial-Klänge einfließen, was bei alteingesessenen Fans zu Verwirrung führte.

Dabei sollte es aber nicht bleiben. Nachdem es mit dem 2010er-Album „Korn III – Remember Who You Are“ wieder mehr zum ursprünglichen Korn-Sound ging, wagte die Band im Folgejahr ein weiteres größere Soundprojekt. Mit „The Path Of Totality“ präsentierten sie Fans und Medien ein Kollab-Album mit verschiedenen Musikern aus dem elektronischen Sektor, zusammengearbeitet wurde unter anderem mit Skrillex, Noisia und Excision. Mit dieser Veröffentlichung hagelte es viel Negativ-Kritik und auch mit dem 2013 erschienen „The Paradigm Shift“, auf dem Korn sich wieder back to the roots tasteten, konnte nicht an Erfolge vergangener Tage angeknüpft werden. Die hartnäckige Kritik hält das Quartett jedoch nicht davon ab, weiterhin große Hallen rund um den Globus zu füllen und Headliner-Slots auf Festivals zu spielen. Mit ihrem zwölften Studioalbum „The Serenity Of Suffering“, das im Oktober erschien, fanden Korn ihren Sound der alten Tage schließlich wieder. Präsentiert wird das Werk auf der kommenden Tour, denn: Man kann von den letzten Alben der Band halten, was man will – live wissen Korn nach wie vor zu überzeugen.

Heaven Shall Burn

Wer für das Club-Konzert in Wien Ende September keine Tickets mehr ergattern konnte, darf sich freuen: Heaven Shall Burn kommen im Zuge ihrer Tour mit Korn im April erneut in die Hauptstadt.

Das Grundgerüst von Heaven Shall Burn entstand bereits 1996, damals noch unter dem Namen „Consense“. Noch im gleichen Jahr wurde das erste Demo aufgenommen. Da sich die damalige Bandkonstellation aber nicht als stabil erwies, stießen die Cousins Marcus und Eric Bischoff 1997 zu der Band. Kurz vor den Aufnahmen ihrer dritten EP „In Battle There Is No Law“ änderte die Band ihren Namen in Heaven Shall Burn. Zu diesem Bandnamen wurden sie von der schwedischen Black Metal-Band Marduk inspiriert, die 1996 ihr Album „Heaven Shall Burn… When We Are Gathered“ veröffentlicht hatten. Der Name hat allerdings nichts mit Gotteslästerung zu tun, das besagte Album war zu den Zeiten der Namensfindung von Heaven Shall Burn lediglich allgegenwärtig und hat für die Band folgende Bedeutung: „‚Heaven‘ steht für sie für ein falsches Paradies, welches sich einige Leute in ihren Köpfen aufbauen. Viele Menschen leben weitab der Realität und gaukeln sich selbst etwas vor. Ebendieses falsche Paradies soll zerstört werden beziehungsweise ‚brennen’“. Laut Gitarrist Maik Weichert wurde die Band allerdings dennoch häufig für eine Black-Metal- oder eine Marduk-Cover-Band gehalten.

Mit ihrem Debüt-Album „Asunder“, das 2000 veröffentlicht wurde, erzielten Heaven Shall Burn nicht nur einige gute Presse-Kritiken, sondern fanden mit Lifeforce Records sogar ein Label, das ihre Musik auch außerhalb von Europa an den geneigten Metalhead bringt. Der Karriere-Aufschwung ging mit dem Nachfolgewerk „Whatever It May Take“ weiter: Unzählige euphorische Kritiken und eine Tour, die das Quintett sogar bis nach Island führte, waren die Folge. Mit dem 2010er-Album „Iconoclast (Invictus III)“ gelang Heaven Shall Burn erstmals ein Platz in den deutschen Top-Ten und spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Erfolgszug der Band unaufhaltsam. Mittlerweile sind Heaven Shall Burn internationale Stammgäste auf großen Bühnen, die immer gerne gebucht werden, und ihre Fans kürzlich mit ihrem siebten Studioalbum verzückt haben.

Hellyeah

Hellyeah wurde 2006 gegründet und ist eine sogenannte Supergroup: Vinnie Paul, Bruder von Dimebag Darrell, war seines Zeichens Schlagzeuger bei Pantera und Damageplan, Frontmann Chad Gray ist Mitglied der derzeit inaktiven Band Mudvayne, Bassist Kyle Sanders war zuvor bei Bloodsimple und Gitarrist Tom Maxwell spielt auch für Nothingface an der Saitenaxt. Bei dieser Kombination aus erfahrenen Musikern ließ auch der Erfolg nicht lange auf sich warten. Noch im selben Jahr wurde das Debüt aufgenommen, eine Tour mit SOiL und Bloodsimple folgte. Nachdem die Band mit den groovigen Partyhymnen durchaus Erfolg hatte, merkte man den Mitgliedern auf dem 2012 erschienenen „Band Of Brothers“ die Mehrfachbelastung deutlich an. Schnell fingen sie sich aber wieder und zeigten sich nur zwei Jahre später auf „Blood For Blood“ weit metallischer und mit weniger Southern-Einflüssen sowie komplett ohne Partytexte. Der Groove blieb ihnen aber weiterhin erhalten, wie man auch auf ihrem letzten Album „Unden!able“, das im Juni dieses Jahres erschien, merkte. Zwar waren Hellyeah schon das ein oder andere Mal auf einem heimischen Festival zu sehen, tatsächlich wird der Auftritt im Gasometer Wien aber ihre erste Indoor-Show in Österreich sein.

Tickets

Tickets für das Konzert von Korn, Heaven Shall Burn und Hellyeah im Gasometer Wien können wie immer hier erworben werden.

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