Im Rahmen ihrer „In Schwarz“-Tour statten Kraftklub Graz nicht nur einen Besuch ab, sondern starten von hier aus sogar ihre Tournee!

Im Frühjahr 2015 begeben sich die 5 sächsischen Jungs von Kraftklub auf ausgedehnte Hallentour durch Österreich, die Schweiz und ihr Heimatland Deutschland. Erste Anlaufstation ist dabei das Orpheum Graz, das von den Chartstürmern am 17. Februar gerockt wird. Man darf also einen frischen und energiereichen Auftritt der charismatischen Band erwarten. Ebenfalls kann mit einem vollen Haus gerechnet werden, war doch ihre Klubtour voriges Jahr in Windeseile ausverkauft.

Mit Biermaschine und Ironie zum Erfolg

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Kraftklub mit K

Kraftklub schrieb eine der großen Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. Der Erfolgslauf begann 2010 als die die Band den öffentlich-rechtlichen Nachwuchswettbewerb New Music Award gewann. Die 10.000 Euro Preisgeld wollten sie sofort in Equipment und eine Biermaschine stecken. Den vorläufigen Höhepunkt erreichten sie in ihrer noch immer recht jungen Karriere als sie mit ihrem Debütalbum „Mit K“ im Jänner 2012 von null auf die Eins der deutschen Charts einstiegen. Immer größere Auftritte und eine Platinauszeichnung für ihr Erstlingswerk waren die Folge. Mit ihren zackigen Indie-Gitarren, die direkt von den Hives geborgt sind, ihren schmissigen, mit viel Ironie vorgerappten Texten und den Up-Tempo-Beats trafen die Jungs, die immer noch die Bezeichnung „Karl-Marx-Stadt“ vor „Chemnitz“ für ihre Heimatstadt („die hässlichste Stadt der Welt“), bevorzugen sprachen sie generations- und genreübergreifend Hörer an.

Im September veröffentlichten die Crossover-Shootingstars nun ihr zweites Album, welches auf den Namen „In Schwarz“ hört. Auch mit diesem Album gelang ihnen der Sprung auf Platz 1 der deutschen Charts und auch in Österreich konnten sie den zweiten Platz erringen. Auf dem neuen Longplayer findet man zwar den typischen Kraftklub-Sound, doch wurde er an gewissen Stellen verfeinert. Dass die Band zwei Jahre beinahe durchgehend auf Tour war hört man der Platte stark an. Auf „In Schwarz“ klingen die ohnehin schon sehr selbstbewussten Mittzwanziger noch versierter und kompakter. Glücklicherweise kann behauptet werden, dass sie dadurch aber keinen Funken Energie eingebüßt haben.

Am Puls der Zeit

Dass Kraftklub immer schon mit viel Selbstironie und einem stetigen Augenzwinkern arbeiteten ist bekannt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie sich mit ihrem zweiten Album auch auf ihre Fans eingeschossen haben. Zuerst hielten sie ihre Anhänger zum Narren, indem sie eine fiktive Band namens „In Schwarz“ gründeten, nur um sie dann in der Single „Unsere Fans“ an den Pranger zu stellen: „Unsere Fans war’n mal dagegen, die wollten nicht gefallen, früher kleine Läden und jetzt nur noch volle Hallen. Und ich fand die mal gut. Die waren treu und korrekt. Doch ist man drei Minuten weg, feiern die ’nen neuen Act.“ Natürlich verlangen Kraftklub damit ihren Hörern einen ordentlichen Sinn für Sarkasmus und Ironie ab, doch schießt das Lied auch gegen die Schnelllebigkeit der heutigen Musikszene im Allgemeinen. Überhaupt sind Kraftklub, wie man es schon von ihrem ersten Longplayer gewohnt ist, am Puls der Zeit. Es wird über die Schwachsinnigkeit aktueller Fernsehserien gesungen (bzw. gerappt) („Schüsse in die Luft„) und sich über Musikerkollegen lustig gemacht („Alles wegen dir„). Dass dabei fleißig Songzitate und Anspielungen auf fremde und eigene Songs eingebaut werden, versteht sich dabei beinahe von selbst.

Live eine Bank

Alles beim Alten also? Nicht ganz. Insgesamt wirkt die zweite Platte etwas weniger schmissig als die erste. „In Schwarz“ klingt im allgemein um eine Spur größer und auch etwas düsterer, wie ja auch schon der Titel vermuten lässt. Dass die Platte live allerdings unheimlich abgehen wird, steht außer Frage. Die Chemnitzer haben sich immer schon eher als Live-Band, als als eine Radio-Band verstanden. Kraftklub machen einfach Spaß und das beweisen sie jedes Mal aufs Neue bei ihren Konzerten. Macht euch also bereit auf einen verschwitzten, tanzwütigen und bierseligen Abend!

Fotocredit: Kraftklub Facebook

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