Kommenden Donnerstag gibt’s mit Lausch, Grand Mexican Warlock und Dead End Friends einen grenzgenialen rockigen Konzertabend im Wakuum. Unbedingt anhören.

Dies ist eine deklariert subjektive Konzertempfehlung: ich steh auf die Band und halte alle, die diesem Konzertabend nicht beiwohnen, für Banausen! Scherz beiseite. Aber kommenden Donnerstag würde ich euch wirklich, wirklich ans Herz legen ins gute alte Wakuum zu schauen, denn da weiß man noch, was Rock heißt und hat gleich drei Bands eingeladen, die einfach nur cool sind. Erstens und sowieso und überhaupt: Lausch. Seit Monaten absolute Fixstarter auf meiner Playlist; jeder Song auf dem neuesten Album „Canada is falling“ ein kleines Kunstwerk. Meine Lieblingsnummer ist gerade „Wonderland“ und was auch immer da im Rest des Liedes gesungen wird: die einleitende Line „Forced to dim the light in my room“ zusammen mit dem Crescendo der Drums und die düstere, energische Stimmung die der Song als Gesamtes kreiert, passte die letzten Monate wie die Faust aufs Aug auf die Winterdepression und in jedem Fall noch besser live auf eine Bühne. Seht selbst das gelungene Video dazu (aber auch das Video zu „Canada is falling“ ist richtig gut – die Entscheidung, welches Video ich hier inkludieren soll, ist in diesem Fall nicht so einfach):

Wie auch immer man die Musik von Lausch nun bezeichnet – Alternative Rock, Math Rock, Post-Core – das ist einfach richtig gutes Songwriting mit Seele aber auch mit „Balls“, und die heizen auf der Bühne richtig ein, aber nicht gewollt-aufgesetzt, sondern durch natürliche Präsenz und einfach, weil sie wirklich was können. Pur, brachial, rau, gefühlvoll, echt.

Was für Acts! Ein Triumvirat des Rocks

Aber auch die anderen Acts des Abends sind absolut hörens- und sehenswert. Zum einen wären da Grand Mexican Warlock aus Budapest, und wer die noch nicht kannte, sollte das besser nicht zugeben, denn die sind einigermaßen erfolgreich, und das aus gutem Grund. Die machen laut Eigenbeschreibung progressive, experimental und ein bisschen psychedelic (yes!) Rock. Diese Attribute treffen meiner Meinung nach absolut zu, denn die Songs klingen erfrischend unterschiedlich – die experimentieren also wirklich – und laden teilweise zum happy psychedelischen Mitwackeln, teilweise zum Headbangen und teilweise zum Tanzen ein. Ich bin auch schwer beeindruckt von folgendem Musikvideo, das nichts für schwache Mägen, aber für Freunde und -innen schräger postmoderner Kreativität ist (der Song ist richtig gut; und ich würd mir, um einen Eindruck der Bandbreite der Band zu gewinnen, auch noch „Reborn with the sun“ anhören):

No Grunge by Dead End Friends

Da wusste ich erst nicht, wer die Band ist, und dachte an den gleichnamigen Song von Them Crooked Vultures, und dann komm ich drauf, das sind doch die, die bei der Tweety Party im Volkshaus Ende Dezember gespielt haben! Oh Lord! Die machen einen auf obercool (siehe Facebook Bandprofil), und irgendwie sind sie das auch. Ziemlich dreckig und verzerrt und laut, und ich erinnere mich düster, die Band live ziemlich gut gefunden zu haben. „No Exit“ heißt die Nummer, die mir bisher am besten gefällt: sympathisches Gitarrengequietsche zu Beginn, ein sattes Riff um in Stimmung kommen, Geschrei, von dem ich noch nicht (oder nicht mehr) weiß, wie es live kommt, und einen seeehr langsamen Endpart mit gebührender Endzeitstimmung. Herrlich. Hier könnt ihr euch den Song der Grazer (oder soll ich lieber sagen: „Gradecer“) Band anhören kann:

Fazit: drei Bands, die einen richtig fetten Abend garantieren sollten. Ich freu mich auf Donnerstag!

Fotocredit: Lausch

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