Mit Porcupine Tree wurde er weltweit erfolgreich, mit seinen Solowerken hat er seine Musik entfesselt. Steven Wilson ist das große Genie des Progressive Rock unserer Zeit. Im Februar kommt der Brite nach Wien.

Steven Wilson – Musiker, Produzent, Vegetarier, Einzelgänger, Mysterium, Genie – setzt alle Superlativen außer Kraft. Musikalisch sozialisiert in den 70er-Jahren, war der Brite in seinen Jugendjahren gleichzeitig den Einflüssen der Rockmusik à la Pink Floyd als auch den aufkeimenden Discosounds ausgesetzt. Seine vielen Musikprojekte sind in der Retrospektive Zeuge dieser Gegebenheiten.
In den 80er-Jahren startet Wilson seine Karriere als professioneller Musiker parallel mit zwei Projekten. Erst stand für den Briten das experimentelle Art Pop-Duo No Man – gegründet als No Man Is An Island (Except The Isle Of Man) – im Fokus. Die Progressive Rock-Band, die ihm spätestens ab 2002 weltweit zu Erfolg verhelfen sollte und heute jedem ein Begriff ist, wurde zunächst als reines Vehikel zu musikalischen Eigenfreuden gegründet. Doch über die Jahre hinweg zeichnete sich ab, dass Porcupine Tree das karrierebestimmende Projekt für Steven Wilson werden sollte.
Anfang der 2000er begeisterten sie ihre Fans mit den ausgefeiltesten Klängen des Prog-Rock-Genres, die die Welt seit Jahrzehnten gehört hatte. Die Alben „In Absentia“ und „Deadwing“ sind nichts weniger als Meisterwerke der Musikhistorie.

Und doch kam für Steven Wilson vor rund zehn Jahren die Zeit, sich aller Bande einer Band zu entziehen und seine Künste als Soloartist zu vertiefen. In seinen Soloalben blieb Wilson dem Progressive Rock stets nahe, und doch entwickelte er sich deutlich weg von der Musik, die er mit Porcupine spielte. Rock, Jazz, Folk, Pop – sämtliche musikalische Grenzen waren wie weggefegt. Einen baldigen Höhepunkt erreichte Wilsons Schaffen 2013 mit dem Album „The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)“. Steven Wilson entführt sein Hörer darauf in eine märchenhafte Welt – Alice im Wunderland trifft auf Pink Floyd.
Im August 2017 veröffentlichte Steven Wilson sein nunmehr fünftes Soloalbum, und wieder verzaubert er seine Zuhörer. Auf „To The Bone“ klingt Wilson zugänglicher, gesetzter und um keinen Funken weniger ergreifend als in der Vergangenheit.

In seinen Liveshows widmet sich Wilson natürlich vordergründig seinen Solowerken, doch auch Fans seines Procupine Tree Materials kommen nicht zu kurz. So wohl auch am 14. Februar 2018, wenn Steven Wilson auf der Bühne des Wiener Gasometer stehen wird. Tickets für das Konzert sind wie u.a. bei Öticket erhältlich.