Steven Wilson ist ein Arbeitstier. Zu all seinen Tätigkeiten und Pflichten gehört auch das Tourleben und so führt es den britischen Musiker Ende April für gleich drei Konzerte erneut nach Österreich.

Steven Wilson ist vieles, aber sicher nicht innehaltend. Produzent, Toningenieur, Multi-Instrumentalist und Autodidakt sind hierbei nur ein paar Bezeichnungen, mit denen sich der britische Ausnahmekünstler schmückt. Am besten bekannt ist Steven Wilson wohl als Gründer, Sänger und Gitarrist der Progressive Rock-Band Porcupine Tree, allerdings ist er – neben seinem Soloprojekt, mit dem er derzeit wieder auf Tour ist – auch noch in viele andere Bandprojekte involviert. Als Produzent arbeitete Steven Wilson außerdem bereits mit Bands wie Marillion, Opeth oder Orphaned Land zusammen.

Die frühen Jahre, Porcupine Tree und die Solokarriere

Steven Wilson wurde in den späten 70ern geboren und kam so bereits früh mit Rockheroen wie Led Zeppelin oder Frank Zappa in Berührung, die ihn musikalisch prägen sollten und den Wunsch in ihm heranwachsen ließen, selbst eine eigene Band zu gründen. Bereits mit elf Jahren begann er damit, eigene Musik zu komponieren. In den 80er-Jahren unternahm Steven Wilson, der autodidakt Gitarre und Keyboard erlernt hat, schließlich erste Versuche, um im Musikbusiness Fuß zu fassen. Mit seiner ersten Band No-Man ergatterte er auch tatsächlich prompt einen Plattenvertrag. Porcupine Tree, seine bei Weitem bekannteste Band, entstand dann eher aus einer Laune heraus und war anfangs ein Soloprojekt, für das er eine Biografie erfand, in der von verloren gegangenen Tapes einer legendären Band die Rede ist. Wider Erwarten bekam Steven Wilson für Porcupine Tree einen weiteren Plattenvertrag und legte so den Grundstein für eine der bedeutendsten Prog-Bands der 2000er-Jahre.

Von Rastlosigkeit und scheinbar unerschöpflicher musikalischer Kreativität getrieben, gründete Steven Wilson noch weitere Bandprojekte, um sich voll entfalten zu können. So entstanden etwa die Rock-Konstellation Blackfield oder Bass Communion und eben auch sein gleichnamiges Soloprojekt. Damit noch nicht genug, gründete Wilson außerdem noch sein eigenes Label Headphone Dust, auf dem er die Werke von Underground-/Independent-Künstlern vertreibt. Obwohl Steven Wilson einiges um die Ohren hatte, schaffte er es dennoch, sein Soloprojekt voranzutreiben. Seit 2010 befinden sich Porcupine Tree in einer Pause, damit sich Wilson ganz auf seine Solokarriere konzentrieren kann. Besonders seine beiden letzten Veröffentlichungen – „Hand.Cannot.Erase“, das die Geschichte von Joyce Carol Vincents, die drei Jahre lang unbemerkt tot in ihrer Wohnung lag, erzählt und im letzten Jahr erschien, sowie „The Raven That Refused to Sing (And Other Stories)“, erschienen 2013 – waren erfolgsgekrönt.

Die Liveshow

Was darf man sich also von solch ausgeklügelten und durchdachten Konzepten live erwarten? Mit einem Wort: einiges. Als würden die Kompositionen Wilsons nicht ohnehin schon zum Träumen einladen, wird die Musik live zusätzlich von stimmigen Lichteffekten und einer riesigen Leinwand, die dazu passende Projektionen zeigt, untermalt. Eine Liveshow, die ihresgleichen sucht.

Zu sehen ist Steven Wilson am Donnerstag, 21. April im Gasometer Wien, am Samstag, 23. April im Posthof Linz sowie am Sonntag, 24. April im Orpheum Graz.

Tickets

Tickets für die Konzerte in Wien, Graz und Linz gibt’s wie immer hier.

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