Ende Oktober läutet das Grazer Orpheum ganz offiziell den Saisonstart ein, mit einem ansehnlichen Programm aus sechs Acts von Granada und OK KID bis hin zu Anakthie Koi und The Weight.

Streicht euch den 28. Oktober 2017, ein Samstag, rot im Kalender an. Im Grazer Orpheum wird die Saison eröffnet, und das mit gleich sechs namhaften Acts aus Österreich und Deutschland.

OK KID

OK KID sind eines der aktuell ganz heißen Eisen im deutschsprachigen Hip-Hop-Segment. Ähnlich wie auch Erfolgsrapper Cro setzt das in Köln ansässige Trio auf ausgeprägte Pop-Sounds, mit ein Erfolgsfaktor ihrer Musik. Im Jahr 2012 änderte die Band ihren ursprünglichen Namen JonaS in OK KID. Die Idee dazu entstammt den beiden Radiohead Alben „Ok Computer“ und „Kid A“. Nur ein Jahr später veröffentlichten Jonas Schubert (Gesang), Moritz Rech (Keyboard, Synthesizer) und Raffael Kühle (Gitarre, Schlagzeug) ihr erstes Album.
Derzeit sind sie mit ihrem Album „Zwei“ auf den Bühnen unterwegs.

Granada

Granada sind im Raum Graz eine Größe wie derzeit keine andere. Die Austropop-Band um Effi alias Thomas Petritsch spielt sich auf ihrem Debütalbum „Granada“, das im September 2016 erschien, mit Balkan- und Rock-Einflüssen. Dabei lassen sie vor allem den Stil der Austropop-Größen STS einfließen, stehen aber genauso in der Tradition großer amerikanischer Songwriter wie Bruce Springsteen und Bob Dylan.
Im vergangenen Sommer spielten die fünf Musiker im Grazer Augarten ein Konzert vor 20.000 Zuschauern. Dabei bekamen diese nicht nur die zahlreichen Hits ihres Debüts, wie „Piña Colada“, „Palmen am Balkon“ oder „Eh Ok“ und „Ottakring“, zu hören, sondern genauso einige noch unveröffentlichte Nummern, die Hoffnung auf ein baldiges zweites Album machen.

Schnipo Schranke

Schnipo Schranke tragen nicht nur einen äußerst seltsamen Namen, sondern auch ihre Musik ist höchst eigen. Daniela Reis und Fritzi Ernst wandeln in ihren Songs zwischen Kinderlieder-Melodien und Indie-Pop, ihre Texte zwischen romantisch und derb. Über angezündete Fürze, stinkende Füße und Genitalbereiche, über die große (übertriebene) Liebe und die (gem)einsame Zukunft. Seit ihrer Gründung 2012 veröffentlichte das Duo drei Alben: „Pisse“, „Satt“ und „rare“.
Das Intro Magazin bezeichnete ihre Musik sehr treffend als „HipHop-Chanson-Fuck“.

Ankathie Koi

Anders geht es bei Ankathie Koi zu. Die aus Bayern stammende Fijuka-Frontfrau wirkt beinahe wie aus der Zeit gefallen, wenn sie mit massiven Schulterpolstern und auftoupiertem Haupthaar ihre Synth-Pop Nummern von sich gibt. Obwohl ihre Solo-Karriere erst im vergangenen Jahr in Gang gesetzt wurde und ihr Debütalbum „I Hate The Way You Chew“ gar erst im vergangenen April erschien, ist der Name Ankathie Koi in der heimischen Musikszene ein inflationär fallender Begriff.
Voller Angriffslust tänzelt sie mit ihrem allzu üblen Vokuhila zwischen Pop, Sex, Synthesizer-Orgien und Disco umher.

The Crispies

The Crispies – der Soundtrack für eure Rock’n’Roll-Party. Die Wiener Band stürmte scheinbar aus dem nichts kommend die hiesigen Alternative-Charts und –Radiostationen. Für ihr von Lausch-Frontmann Alexander Lausch produziertes Debütalbum „Death Row Kids“ bekamen sie einige Aufmerksamkeit. Manche sagten einfallslos, andere wiederum sahen in der Platte eine geniale Ausgeburt des dreckigen Garage Rock. Man spürt den 70s Punk in jedem einzelnen Song durch ihre Adern schießen.

The Weight

Jeder weiß, dass ein Konzert nicht funktionieren kann, wenn nicht midnestens zwei Bands mit „The“ im Line-Up stehen. Doch das sollte nicht der Hauptgrund sein, wieso man als sechste Band auch noch The Weight aus Wien zum großen Saisonstart-Festival im Orpheum nach Graz geholt hat.
Erst im vergangenen August veröffentlichte das Quartett ihre brandneue Single „Trouble“, und in eben diesem Song steckt alles drin, was man über The Weight wissen muss: Ein Keyboard-Intro, das von Manfred Mann sein könnte, purer 70s Rock, visuelle und akustische Anleihen an David Bowie, Velvet Underground, AC/DC, die Beatles, die Stones und so vielen anderen ihrer musikalische Ahnen.

Tickets für das Saisaonstart-Festival am 28. Oktober 2017 im Orpheum in Graz bekommt ihr bei Oeticket und direkt beim Orpheum ab 29 Euro.

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