Am Samstag, dem 17. Februar geht die dritte SPH-Saison in Österreich ins große Finale. Zwölf Bands rittern um die Preise und den Sieg in einem der zwei größten Bandcontests des Landes. Eine kleine Vorschau mit einem Blick hinter die Kulissen aus der Showleiterperspektive.

Es ist Final-Time, zwölf Bands aus dem ganzen Bundesgebiet werden am Samstag, dem 17. Februar um den Titel SPH-Bandcontest Österreich-Sieger spielen. Eines kann schon gesagt werden, es wird ein dichtes Programm mit Bands aus den verschiedensten Genres der Rock- und Popmusik geben. Da auch im Finale die Zeit zwischen den Bands nur 15 Minuten betragen wird, wird es den Bands alles abverlangen, in dieser kurzen Zeit den Wechsel auf der Bühne durchzuführen und trotzdem einen passablen Sound zu haben. Denn wie bei den großen Festivals des Landes muss schnell gewechselt werden, dass das Programm straff durchgezogen werden kann. Somit können die Bands dies als gute Übung für eine mögliche Live-Karriere sehen, denn bei jedem Festival kann es passieren, dass alle Bands eine Nummer streichen müssen und die Band brutal von der Bühne entfernt wird, wenn die vorgegebene Stagetime nicht eingehalten wird.

Zwölf Bands, ein Ziel: SPH-Österreich Champion

Doch wer sind die zwölf Bands, die es ins Finale geschafft haben? Die meisten Bands haben in anderen Contestformaten 2017 schon von sich reden gemacht, daher erfolgt die Vorstellung hier in Kurzform: Creatures of a Day, Dare To Disturb, Go Went Gone, Grim Reaper Tea Party, High Five, Lionator, Manspirit, Muddy Confusion, Risk it all for a, Teufelsmühle, Tobyas und Voodoo Rebels.

Es erwarten die Bands Preise im Gesamtwert von 250.000,- Euro. Diese Summe errechnet sich aus dem Gesamtwert der in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgespielten Runden. Aber neben den üblichen Gutscheinen der Sponsoren gibt es auch durchaus wertige Sachpreise. Nicht nur die Bands können beim Finale gewinnen, es wird auch eine Instrumentalistenwertung im Finale ausgespielt, bei dem der/die beste SängerIn, GitarristIn, BassistIn und SchlagzeugerIn einen Sachpreis erhalten.

Im Laufe der Saison 2017 hat auch SPH bei der Publikumswertung auf ein Onlinewertungssystem umgestellt. Die Fans bekommen an der Kassa nicht mehr einen Stimmzettel, der ausgefüllt werden soll, sondern sie bekommen einen Onlinecode, mit dem sie bis 10 Minuten nach dem letzten Konzert ihre Stimmen abgeben können. Wie bisher können zwei Punkte für die Erststimme und ein Punkt für die Zweitstimme vergeben werden. Somit ist gewährleistet, dass es bei der Auszählung nicht zu Fehlern kommt und das Ergebnis gleich nach der letzten Show bekanntgegeben werden kann. Auch gleich geblieben ist die Gewichtung der Tageswertung in 50% Jury-Wertung und 50% Publikumswertung.

Die Showleiter sind schon in den Vorrunden angehalten möglichst kompetente und im Musikbusiness verwurzelte Juroren einzuladen. Neben Journalisten, Veranstaltern, Label- und Studiobesitzern wurde darauf geachtet, dass langjährig tätige Musiker, meist SängerInnen, in der Jury mitwirken. Es soll ja ein Bandcontest von Musikern für Musiker sein. Da die Veranstaltungen meist Freitag und Samstag stattfinden ist es oft schwer Profis einzuladen, da diese ja meistens am Wochenende selbst auf der Bühne stehen, oder an einer Musikveranstaltung in welcher Weise auch immer mitwirken. Jedenfalls besteht dadurch für die Bands ab der ersten Runde die Möglichkeit, Leute der „Szene“ auf sich aufmerksam zu machen. So wurden schon Bands für Festivals gebucht, die vielleicht nicht einmal in die Finali gekommen sind. Aber wie bei jedem Wettbewerb gibt es dafür natürlich keine Garantie.

Der SPH-Bandcontest legt besonderen Wert auf professionelles Feedback für die teilnehmenden Bands. Die Jury nimmt sich nach der Show für jede Band, die das wünscht, Zeit ihnen mündlich Feedback zu geben. Die Erfahrung zeigt, dass leider gerade die Bands, die ausscheiden nicht zur Feedbackrunde gehen. Daher profitieren meist nur die Bands, die in die nächste Runde kommen davon. Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn eine Band früher aufbrechen muss, sich beim Showleiter ein Kurzfeedback ab zu holen, da dieser ja während der Show schon mit den Juroren über die Bands gesprochen hat. Dem wird sich wohl kein Showleiter verweigern.

Wie bei jeder Runde wird es gerade Backstage für zwölf Bands sehr eng werden. Da der Viper Room zwar eine gut ausgestattete Bühne, Backline und motivierte Licht- und Tontechniker bietet, ist die Location nicht für Veranstaltungen mit zwölf Bands ausgelegt. Auch diese Beengtheit wird dem Showleitungsteam und den Bands wieder alles abverlangen. Doch auch dies bietet einen Vorgeschmack auf das Leben als Liveband, denn keine Band im Rock- und Popbereich hat ihre ersten Tourneen in Motorhomes und Fünf-Stern-Hotels begonnen.

Man mag zur Sinnhaftigkeit von Bandcontests stehen wie man will, es wird sie in der einen oder anderen Form wohl immer geben, weil junge Bands dazu motiviert werden können. Für eine einmalige Anmeldegebühr von 50 € kann bei SPH eine junge Band bis zu fünf Konzerte spielen. Neben den Preisen, die locken, ist es wohl in erster Linie die Erfahrung, die man als Livemusiker in einem sehr geschützten Bereich sammeln kann, ohne ernsthafte Investitionen in das Bandprojekt tätigen zu müssen. Doch wie bei jeder vertraglichen Verpflichtung gilt, dass das genaue Lesen der Teilnahmebedingungen viele Enttäuschungen verhindern kann.

Termin

Wann: Samstag, 17. Februar 2018
Wo: Viper Room, Landstraßer Hauptstraße , 1030 Wien
Einlass: 15.00
Tickets: wie immer bei den Bands um 12 €

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