Eine dringende Durchsage an alle, die a) Musikgeschmack haben, b) zwei Bands, die absolute Kirschen auf dem Sahnehäubchen auf der Crème de la Crème der Grazer Musikszene darstellen, live erleben wollen und c) für die Marcel nicht das Pendant zu Kevin ist, sondern das Getränk, das es im Music House gibt.

Kommenden Samstag spielen The Flying Cat im Music House und das hat einen besonderen Anlass: Sie haben nach monatelanger Arbeit ihr Album fertig. Das wird gebührend gefeiert und niemand geringerer als die Tiny Terrorists supporten die Releaseshow.

Psychedelicious

The Flying Cat, das ist eine Band deren Musik man wohl als Psychedelic Space Rock bezeichnen könnte, wenn man geil auf Genredefinitionen ist. Konkret handelt es sich um eine Band, in der es erfrischender Weise keine Gitarre gibt, sondern eine Orgel, und die ergibt in Kombination mit dem unerwartet tiefen, rauchigen Gesang des Frontmanns sowie einer gehörigen Portion Bass und Drums eine Mischung, die knisternd auf der Zunge zergeht wie Ahoi-Brause und zu der ihr fröhlich trippy tanzen werdet und euch fühlen werdet, als wärt ihr Teil der Doors-Generation.

Tiny terrorism

Eingeleitet und bereits vor dem Hauptact zu einem Höhepunkt getrieben wird diese Stimmung von der zwei-Mann-Band Tiny Terrorists, die mit einem minimalen Drumset, einer E-Gitarre und einer Stimme so unglaublich tanzbaren Stonerrock raushauen, dass ihr euch – so war jedenfalls das allgemeine Resümé nach ihrem Auftritt beim letzten Sunny Days – vor Begeisterung die Haare raufen wollen werdet (oder sonstige exzentrische Dance Moves anstarten – im Music House ist alles möglich, der Ort der alkoholgestützt unbegrenzten Unmöglichkeiten, quasi).

Pflichttermin. Basta.

Ich erspar euch langweilige Hard Facts über die Bands, wir sind hier ja nicht beim Facebook-Steckbrief. Viel wichtiger: Samstag, 19. März um 21 Uhr im Music House startet eines der besten Konzerte in Graz seit langem, da solltet ihr hingehen, das kann man nur wärmstens ans Herz legen und wer nicht hinkommt, darf nie wieder behaupten, es gäbe keine wahnsinns Subkultur im rockigen Untergrund unserer nur an der Oberfläche spießigen Stadt. Wichtige unnütze Information am Rande: die Mitglieder dieser Band machen außerdem den besten und verhängnisvollsten Alkopop der Stadt. Die spacige Flying Cat auf dem Albumcover – ein wirklich lässiger gestiefelter Kater mit Astronautenhelm – bekommt übrigens demnächst ihren eigenen Comicstrip, der für alle ist (außer für Nazis, aber das lassen wir hier lieber).

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