Mit ihrer mittlerweile zweiten LP „Peach“ im Gepäck werden sich die fünf US-Amerikaner von The Weather Machine im Februar auf intensive Europa-Tournee begeben. Wann und wo die Folk-Rocker aus Portland (Oregon) bei uns zu sehen sein werden, was sie bisher gemacht haben und wieso die Kurzbeschreibung „Folk-Rocker“ ihren Sound nur bedingt einfängt, erfahrt ihr hier.

Ein Gitarre spielender Singer/Songwriter, der seinen Liedern durch Unterstützung bezahlter Profimusiker das gewisse Etwas verleihen will – die Geschichte ist keine neue. Was bei Slater Smith auf den ersten Blick genau so scheinen mag, ist in Wirklichkeit aber ganz anders. Nach mehreren Solo-Auftritten 2012 stieß er noch im selben Jahr im Zuge einer Open-Mic Veranstaltung auf Gitarrist Colin Robson, in dessen Studio die beiden kurz darauf bereits damit begannen, Smiths Songs aufzunehmen.

Um dem Ganzen mehr Leben einzuhauchen, holten sie (wenn auch erst nach vier Umbesetzungen) schließlich Matthew Cartmill (Cello), Luke Hoffman (Schlagzeug und Gesang) und Andre Zapata (Bass) ins Studioboot. Das selbstbetitelte Ergebnis wurde im April 2013 auf CD veröffentlicht und von diversen Kritikern in den USA durchwegs positiv bewertet – die akribische Suche nach „der perfekten Besetzung“ hatte sich also rentiert. Doch Durchbruch? – Fehlanzeige. Nicht weniger als zwei Jahre abermalige, konsequente Studioarbeit waren daraufhin nötig, um sich mit frischem Material erneut auf Bühnen zu wagen – dieses Mal auch über die Landesgrenzen hinaus. Was ist es nun, das die Band so sicher macht, dass sich die weite Reise über den großen Teich mit dem zweiten Longplayer lohnen wird?

POWER AMERICANA

Es ist, wie es bei einer Band sein sollte, der Sound. Als „Power Americana“ von der Band selbst auf ihrer offiziellen Facebook Seite definiert, kann sich das durchschnittliche MusikerInnenohr unter diesem Genre am besten eine ausgewogene Mischung aus Folk, Pop, Country und Rock mit Balladen- sowie Elektronikeinflüssen vorstellen. Und so willkürlich dieser Mix auf den ersten Blick erscheint, um so bewundernswerter ist es, dass die fünf (Noch-)Hobbymusiker es zustande bringen, einen roten Faden durch alle Nummern erlauschen zu lassen.

Live wird zu dieser einzigartigen Wundertüte an klanglicher Vielfältigkeit eine unaufdringliche Performance ohne Kostüme und aufwendiges Bühnenbild serviert – eine traditionelle, aber wirksame Kombination, die so manche nicht ganz tighte Stelle fast gänzlich entschuldigt.

Bei dem Fokus auf die Einordnung in ein Genre und die Umsetzung auf der Bühne geht aber nun nahezu eine wesentliche Stärke der Band unter – die Texte. Wenngleich sich Smith oft klischeehafter Folk-Themen wie Liebe oder Beziehungen im Allgemeinen widmet, schafft er es nahezu immer, sie so zu verpacken, dass man schon zwei Mal hinhören muss, um den Kitsch zu entdecken. Wenn er zu so einem Geniestreich ausholt, halten meist biblische Texte für gekonnt angewandte Allegorien, Metaphern oder Personifikationen her.

„…that golden circle sitting on Satan’s head, that crown, the Devil’s crown, it had to be mine“

Und manchmal, ja, manchmal entführt er uns sogar (ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt) in die Tiefen der stilistischen Trickkiste, indem er gewöhnliche Handlungen an dafür ungewöhnlichen Orten stattfinden lässt.

„So I’ll meet you for dinner on some mountaintop.“

The Weather Machine – „PEACH“ TOUR

Auch, wenn sie ihren Konzertmarathon in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz schlicht auf den Titel European Tour 2016 getauft haben, ist davon auszugehen, dass ihr zweites, bei uns am 5. Februar erscheinendes Werk „Peach“ im Mittelpunkt des Live Line-Ups stehen wird. Insgesamt werden The Weather Machine im Februar satte 21 Shows absolvieren, überwiegend in Deutschland. Doch auch die Alpenrepublik wird beachtliche fünf Mal beehrt werden – so wird zum Beispiel der Tourabschluss am 27. im Grazer club wakuum über die Bühne gehen:

5. Februar – Roter Gugl | Hartberg (AT)


6. Februar – Objekt 5 | Halle (DE)


7. Februar – Hafen 2 | Offenbach (DE)


8. Februar – Roxy | Prag (CZ)


9.Februar – Smaragd | Linz (AT)


11. Februar – Neubau | Luzern (CH)


12. Februar – Musigbistrot | Bern (CH)


13. Februar – Jam | Gstaad (CH)


14. Februar – Gleis Süd | Horb Am Neckar (DE)


15. Februar – Live Club | Bamberg (DE)


16. Februar – Schon Schön | Mainz (DE)


17. Februar – Galao | Stuttgart (DE)


18. Februar – Sage Club | Berlin (DE)


19. Februar – Kasseturm | Weimar (DE)


20. Februar – Panoptikum | Essen (DE)


21. Februar – Bolleke | Duisburg (DE)


23. Februar – Rhiz | Wien (AT)


24. Februar – Kafi Für Dich | Zürich (CH)


25. Februar – Freiraum | Übersee (DE)


26. Februar – Club Glam | Feldbach (AT)


27. Februar – Wakuum | Graz (AT)

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