Künstler setzen am 3. Oktober am Heldenplatz in Wien ein Zeichen für Mitmenschlichkeit.

„Am 3. Oktober 2015 werden wir alle – gemeinsam mit bekannten, angesagten MusikerInnen, KünstlerInnen und Intellektuellen – laut sein. Lauter als jemals zuvor! Und zwar am Heldenplatz in Wien.“, ist die Volkshilfe Österreich überzeugt. Die am 21. März 1947 gegründete, parteiunabhängige Organisation veranstaltet ein großes Solidaritätskonzert für Flüchtlinge – in einer breiten Kooperation mit den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Caritas, Diakonie, Hilfswerk und Österreichischem Roten Kreuz, unterstützt unter anderem von den Kinderfreunden, dem ÖGB und dem Integrationshaus und ermöglicht durch die Stadt Wien.

Veranstaltungen, die am Wiener Heldenplatz stattfinden, erzeugen immer ein ungutes Gefühl in der Magengrube, egal welche Gruppierung die Veranstaltung ausrichtet. Es riecht schon förmlich nach Massenmanipulation, oder sind wir schon zu paranoid geworden? Eines ist klar, die Veranstaltung polarisiert jetzt schon. Außerdem, warum muss Manipulation immer schlecht sein? Ist es Manipulation, wenn auf die universale Geltung der Menschenrechte, die sich in den letzten 500 Jahren immer mehr zum Grundstein, auf dem unserer globale Gesellschaft beruht, entwickelt hat, hingewiesen wird?

Der Initiator Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, meint daher: “In Europa und leider auch in Österreich gibt es eine Gruppe von Menschen, für die scheinbar fundamentale Menschenrechte nicht gelten. Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen. Das wollen wir nicht länger hinnehmen. Daher lade ich alle engagierten, interessierten, helfenden, empörten, mitleidenden, Schutz gebenden, menschenrechtlich orientierten Menschen ein, am Heldenplatz dabei zu sein. Unüberhörbar möchten wir gemeinsam ein Zeichen setzen: Ein Zeichen für Menschlichkeit!”

Diesem Aufruf ist eine illustre Schar an Künstlern gefolgt, die sich am Samstag ein buntes Stelldichein geben wird. Allen voran die Toten Hosen, Zucchero und Konstantin Wecker. Aber auch aus Österreich wird sich das Who is Who der Szene auf der Bühne einfinden.

Folgende Bands erheben am 3. Oktober ihre „VOICES FOR REFUGEES“:

16:30 MASCHEK
16:50 THOMAS DAVID
17:00 THOMAS STIPSITS
17:15 SALAH AMMO & PETER GABIS
17:35 CHRISTOPH & LOLLO
17:55 TAGTRAEUMER
18:15 KREISKY
18:35 SEILER & SPEER
19:15 KONSTANTIN WECKER & Band
19:45 SOAP&SKIN
20:10 RAOUL HASPEL
20:25 CONCHITA
20:55 ZUCCHERO
21:35 BILDERBUCH
22:20 DIE TOTEN HOSEN

Der Eintritt zum Solidaritätskonzert ist selbstverständlich frei.

Laut und gemeinsam:

Neben den Bands werden auch einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erwartet. “VOICES” steht aber auch für die Stimme jedes einzelnen Menschen, der auf den Heldenplatz kommt und somit ein Zeichen setzt: Gegen Unmenschlichkeit, für Respekt und Achtung im Umgang miteinander und vor allem mit den Flüchtlingen.
„Beinahe 65% aller Österreicher und Österreicherinnen wollen, dass Flüchtlingen das Asylrecht weiterhin gewährt wird“, so das Ergebnis des Volkshilfe Sozialbarometers. Die Volkshilfe will gerade der Zivilgesellschaft im Großraum Wien danken. Während die staatlichen Organisationen und Entscheidungsträger nicht gerade durch beherztes Handeln aufgefallen sind, hat die Zivilgesellschaft auf den Bahnhöfen Österreichs, in Nickelsdorf, Traiskirchen und vielen anderen Flüchtlingsunterkünften gezeigt, wie Menschlichkeit und Solidarität aussehen können.

Am 3. Oktober 2015 ab 16:30 Uhr am Heldenplatz in Wien wird dieser Aufschrei für die Geltung der Menschenrechte für Menschen anderer nationaler Zugehörigkeit zu hören sein. Es wird sicher ein unvergessliches Erlebnis, dabei gewesen zu sein.

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