Zwar läuft die Festivalsaison im Juli bereits auf Hochtouren, die eine oder andere Band verirrt sich aber doch auch noch in den Venues dieses Landes. Eine davon ist Walls Of Jericho, die am 3. Juli im Viper Room Wien zum Mosh pittet.

Am 25. März kam ihr neues Album „No One Can Save You From Yourself“ in die Läden und wie es der Zyklus einer Band so will, wird dieses natürlich auch im Rahmen einer Tour vorgestellt. Im Sommer hat man auf Festivals sowie in den verschiedensten Konzertlocations wieder haufenweise Möglichkeiten, die Michiganer Hardcore-Truppe um Frontfrau Candace Kucsulain live zu sehen.

Walls Of Jericho – Amerikanische Hardcore-Größen

1998 schlug die Stunde einer Band, die zu einer der Speerspitzen der Hardcore-Szene avancieren sollte. Hervorgegangen ist Walls Of Jericho aus der Asche der ebenfalls im Hardcore angesiedelten Band Earthmover und nutzte sofort jede Gelegenheit, um live aufzutreten, weshalb sie sich bald auf Touren mit Buried Alive, Hatebreed oder Racetraitor durch den Westen der USA wiederfand. Nur ein Jahr nach der Formation folgten die erste Single sowie die Debut-EP „A Day And A Thousand Years“. Die EP erschien über das kleine, europäische Genet Records Label und sorgte in Europa sowie in den USA gleichermaßen für Aufsehen. Das lag zwar zum einen daran, dass eine Frau als Sängerin in einer Hardcore-Band damals wie heute eher die Ausnahme ist, zum anderen aber auch daran, dass Walls Of Jericho unermüdlich auf Tour waren und live ausnahmslos jedes Mal ordentlich ablieferten. Auch Hardcorelabels wurden auf die frisch geschlüpfte Band aufmerksam. Trustkill nahm Walls Of Jericho schließlich unter seine Fittiche, was das zur Jahrtausendwende veröffentlichte „The Bound Feed The Gagged“ zur Folge hatte.

Doch als die Band kurz davor war, in die obere Liga der Hard- und Metalcore-Szene aufzusteigen, schmiss Schlagzeuger Wes 2001 das Handtuch und die zähe Suche nach einem geeigneten Nachfolger begann. Das ging sogar soweit, dass die Band kurz davor war, komplett hinzuschmeißen. Mit Alexi Rodriguez (Ex-Catharsis) war aber schließlich endlich ein würdiger Ersatzmann gefunden und die Band konnte wieder voll durchstarten. Dies tat sie nicht nur mit der Veröffentlichung von „All Hail The Dead“, das 2004 veröffentlicht wurde, sondern auch mit ausgiebigen Touren mit unter anderem Mastodon, Fear Factory oder Bleeding Through.

Zwischen der Neuerscheinung „No One Can Save You From Yourself“ und dem Vorgänger „The American Dream“ liegen mittlerweile stolze acht Jahre. Das liegt daran, dass die Band aufgrund der Babypause von Frontfrau Candace länger pausierte. 2012 standen sie dann erstmals wieder auf der Bühne und mit dem neuen Longplayer ist das Comeback endgültig besiegelt. Jetzt darf offiziell wieder gemosht werden, was die Gelenke hergeben.

Support kommt von All Your Sorrows

Wer sich mit der hiesigen Hard’n’Heavy-Szene auskennt, dem werden die Burgenländer von All Your Sorrows schon längst ein Begriff sein. Stilistisch passen sie perfekt zum Headliner des Abends, denn auch sie gehen in Richtung Metal- bzw. Deathcore, vereinen aber auch noch einige andere musikalische Einflüsse in ihrem Sound. Hardcore, Death Metal und Black Metal sind weitere Elemente, die sich in den Songs der Band wiederfinden. Nach internationalen Größen wie Born From Pain, Vanna, Close Your Eyes oder I The Breather können die Siegendorfer auch Walls Of Jericho demnächst zu ihren supporteten Bands zählen. Mehr über All Your Sorrows könnt ihr übrigens hier erfahren.

Tickets

Tickets für das Konzert im Viper Room gibt’s hier.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.